Rodena ePapers > Sonderseite: bib.rodena.de RODENA Special
rodena ePapers - be-sls.de Bibliothek
     
ePaper

Startseite

 

Bib

 

 

St. Ludwig (Saarlouis)

St._Ludwig_(Saarlouis)St. Ludwig (Saarlouis)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Bild anzeigen
Fassade von St. Ludwig zum Großen Markt mit Marienbrunnen
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Orgelempore

St. Ludwig und St. Peter und Paul ist eine katholische Kirche am Großen Markt in Saarlouis. Die Pfarrgemeinde wurde im Jahr 1685 im Zusammenhang mit der Anlage der Festung Saarlouis gegründet und umfasst heute ca. 4000 Katholiken. Sie bildet seit dem Jahr 2012 mit den Pfarreien St. Crispinus und Crispinianus (Lisdorf), St. Peter und Paul (Beaumarais), St. Medardus (Neuforweiler) sowie St. Marien in Picard die Pfarreiengemeinschaft „Saarlouis – Links der Saar“.[1] Die Kirche ist dem Bistum Trier zugeordnet. Haupt-Patroziniumstag ist der Gedenktag des heiligen Ludwig von Frankreich am 25. August. Der zweite Patroziniumstag der Kirche ist das Fest Peter und Paul am 29. Juni.[2] Der Bau der katholischen Kirche ist auch im Zusammenhang mit den Rekatholisierungsmaßnahmen Ludwigs XIV. im Gefolge der Reunionspolitik an der mittleren Saar in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts zu sehen.[3]

Inhaltsverzeichnis

  • 1 Lage und Umgebung
  • 2 Geschichte
    • 2.1 Provisorische Kirchenräume
    • 2.2 Barockes Kirchgebäude
      • 2.2.1 Kirchenbau
      • 2.2.2 Restaurierungen im 18. Jahrhundert
      • 2.2.3 Erste Jahre der Französischen Revolution
      • 2.2.4 Terrorherrschaft
      • 2.2.5 Konkordat von 1801 und Wiener Kongress
      • 2.2.6 Wiedereingliederung der Pfarrei in das Bistum Trier
      • 2.2.7 Garnisonsgemeinde
    • 2.3 Bau eines neogotischen Kirchenschiffes
    • 2.4 Bau einer neogotischen Turmfront
    • 2.5 Planungen zum Bau einer Filialkirche
    • 2.6 Baumaßnahmen in der neogotischen Kirche im 20. Jahrhundert
    • 2.7 NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg
    • 2.8 Behebung der Kriegsschäden
    • 2.9 Neubau des Kirchenschiffes durch Gottfried Böhm
      • 2.9.1 Bauschäden und baupolizeiliche Schließung
      • 2.9.2 Abrissverfügung
      • 2.9.3 Fund des Herzens des Thomas de Choisy
      • 2.9.4 Bau der modernen Kirche
        • 2.9.4.1 Ausmaße
      • 2.9.5 Pfarrhaus
      • 2.9.6 Pfarrheim St. Ludwig
  • 3 Ausstattung
    • 3.1 Neospätgotischer Hochaltar
    • 3.2 Gemälde
      • 3.2.1 Die heilige Familie
      • 3.2.2 Die Apotheose des heiligen Ludwig
      • 3.2.3 Kreuzweg
    • 3.3 Skulpturen
    • 3.4 Marienikone
    • 3.5 Fensterzyklus von Ernst Alt
    • 3.6 Vasa sacra und Paramente
  • 4 Orgel
    • 4.1 Historische Orgeln
    • 4.2 Aktuelle Orgel
  • 5 Glocken
  • 6 Kirchturmuhr
  • 7 Seelsorger
  • 8 Literatur
  • 9 Weblinks
  • 10 Einzelnachweise

Lage und Umgebung

Bild anzeigen
Karte der Festungsstadt Saarlouis mit den umliegenden Orten aus dem Jahr 1721, im Zentrum der Große Markt mit der Kirche St. Ludwig gegenüber der Kommandantur (Landesarchiv Saarbrücken)
Bild anzeigen
Saarlouis, Kommandantur um das Jahr 1900
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Nr. 2, Plan de Sarrelouis aus dem Jahr 1777, in roter Farbe die Festungsbauten, in blauer Farbe die Artillerie-Gebäude, in gelber Farbe die Zivilgebäude; am Großen Markt die Kirche St. Ludwig (Stadtarchiv Saarlouis)

Das katholische Gotteshaus befindet sich am Großen Markt in der Innenstadt. Direkt gegenüber der Hauptfassade von St. Ludwig befand sich auf der anderen Seite des Großen Marktes das in den Jahren 1685–1686 errichtete königliche Kommandanturgebäude (heute als Rekonstruktion von 1973 bis 1979). Kircheneingang und Kommandantureingang entsprechen einander.[4]

Der baumalleeumstandene, quadratische Große Markt, dessen Eckpunkte durch Trinkwasserbrunnen im Abstand von etwa 100 m markiert sind, diente historisch sowohl als Handels- und Festplatz als auch als Exerzierplatz. Eine Wohn- und Geschäftsbebauung bildet bis heute die architektonische Begrenzung dieses städtischen Raumes.

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), rechte Flankenbebauung

Bis zum heutigen Tage wird die Fassade der Kirche durch zwei kleine angebaute Wohn- und Geschäftshäuser sowohl in der Petrusstraße als auch in der Paulusstraße flankiert. Die zweistöckigen Profangebäude bilden zusammen mit dem Sakralbau in der Silhouetten-Höhenlinie des Gesamtensembles einen pyramidialen Aufbau und scheinen die aufstrebende neogotische Architektur der Kirche zusammenzuhalten und zu stützen.

Das rechte Haus neben der Kirche (Ecke Großer Markt/Petrusstraße) kaufte die Kirchenverwaltung im Jahr 1836 für 150 Taler. Die marode Immobilie wurde im Jahr 1838 vollständig abgerissen und anschließend für 500 Taler neu gebaut, um als Küster- und Glöcknerwohnung zu dienen. Im Anschluss an den Abbruch des barocken Kirchenbaues kam es zu Rechtsstreitigkeiten mit den Bewohnern bzw. Rechteinhabern der an die Kirche angebauten Eckhäuser. Beide Parteien mussten durch Geldzahlungen (1000 bzw. 85 Taler) entschädigt werden.[5]

Beide Häuser neben der Kirche wurden beim Brand der barocken Kirchenfassade im Jahr 1880 schwer beschädigt und im Zusammenhang mit dem Bau der neogotischen Fassade renoviert.[6]

Geschichte

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Gedenkstein-Inschrift mit Lilien-Kreuz aus dem Jahr 1685 im Eingangsbereich der Kirche, „CESTE ECLISE A ESTE FONDEE DU REGNE DE LOVIS 14 DU NOM ROY DE FRANCE ET DE NAVARRE LE 2 MAY 1685“, Maße: 60 × 60 cm

Provisorische Kirchenräume

In den ersten Jahren nach der Gründung der Festungsstadt Saarlouis (Grundsteinlegung am 5. August 1680) hatte der Gottesdienst für die Soldaten und ersten Einwohner provisorisch in einer einfachen Lagerkapelle oder in der ehemaligen Hauptwache am Großen Markt stattgefunden. Der letzte Pfarrer der zerstörten Stadt Wallerfangen, Johann Manderfeld, übernahm die Seelsorge der in die Festung zwangsumgesiedelten Einwohner von Wallerfangen. Das erste Kind, das in der neugegründeten Festungsstadt am 27. Januar 1681 getauft wurde, (Jean) Louis Dumas,[7] erhielt den Namen des Pfarrpatrons Ludwig IX. von Frankreich.

Die Prämonstratensermönche der nahe gelegenen Abtei St. Maria in Wadgassen bemühten sich um die Übernahme der Seelsorge in Saarlouis und hatten sogar eine Verlegung der Abtei in die Festung in Aussicht gestellt, doch im Jahr 1683 wurde die Pfarrseelsorge auf Befehl König Ludwigs XIV. nach Vorschlag seines Kriegsministers François Michel Le Tellier de Louvois französischen Augustiner-Rekollekten aus Paris übertragen. Die Patres unter ihrem Provinzial Hyacinthe Léfebre versahen am Versailler Hof seelsorgliche Ämter und waren vom König bereits mit der Seelsorge in den französischen Festungsstädten Cambrai, Arras und Dünkirchen beauftragt worden. Vermutlich sollte durch den Einsatz französischsprachiger Patres auch die „Gallifizierung“ des neueroberten Landstriches vorangetrieben werden.[8]

Am 13. November 1683 übernahmen die Patres Symphorien Gaillon und Vincent Gorgan die „Paroisse de Sarrelouis“ vom letzten Wallerfanger Pfarrer Johann Manderfeld. Bald folgten ihnen weitere Patres zur Unterstützung. Die Augustinerpatres stellten ab diesem Zeitpunkt bis zur Französischen Revolution 109 Jahre lang jeweils die Pfarrer in Saarlouis. Der jeweilige Superior war der Pfarrverwalter und trug den Titel „Directeur de la paroisse royale de Saarlouis“.[9] Sie wohnten bis zum Bau eines eigenen Pfarrhauses in den Jahren 1685–1686 zunächst im Kommandanturgebäude am Großen Markt, später in der Kavallerie-Kaserne. Dieses Pfarrhaus tat seinen Dienst bis zum Jahr 1957, als das neue Pfarrhaus in der Kavalleriestraße hinter der Kirche bezogen wurde. Barockes Pfarrhaus und Pfarrkirche waren durch eine Galerie miteinander verbunden.[10] Aus verkehrstechnischen Gründen wurde diese Galerie um das Jahr 1765 beseitigt.[11]

Barockes Kirchgebäude

Kirchenbau

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Außenansicht der Barockkirche, (Archiv des Institutes für aktuelle Kunst im Saarland)
Bild anzeigen
Fassade der Eglise Saint-Dagobert in Longwy von 1683 als architektonische Parallele der Barockfassade von St. Ludwig in Saarlouis
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Innenraum der Barockkirche, (Archiv des Institutes für aktuelle Kunst im Saarland)
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Maskenstein von der barocken Fassade der ersten Saarlouiser Kirche

Die erste barocke Pfarrkirche St. Ludwig wurde vermutlich von Festungsingenieuren in den Jahren 1685 bis 1687 mit einer flächigen, dreiteiligen Fassade in der Art römischer Tempel errichtet. Ein Grundrissplan aus dem Jahr 1847 hat sich im Trierer Bistumsarchiv erhalten, ebenso existiert eine Innenraumansicht aus dem Jahr 1834. Die Kirche hatte eine Länge von 146 Fuß, das Schiff hatte eine Breite von 42 Fuß und das Querschiff eine Breite von 72 Fuß (6 Pariser Fuß = 1,95 m).[12] Damit war St. Ludwig die größte Kirche in der Umgebung. Die Nalbacher Kirche zählte in der Länge 124 Fuß, die Beruser 110 Fuß, die Fraulauterner 107 Fuß und die Rodener 101 Fuß.[13]

Die barocke Kirche, deren Fassadengestaltung in Photographien überliefert ist, wies große Ähnlichkeiten mit der Kirchenfassade von Longwy auf, die etwa zur gleichen Zeit vom Saarlouiser Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre de Vauban entworfen worden war, allerdings keine verschieferte Haube wie die ehemalige barocke Kirche in Saarlouis trägt. Aufgrund des sumpfigen Geländes musste man das Sakralgebäude auf einem umfangreichen Pfahlgitterrost aus großen Eichenstämmen gründen.

Die Kirche wurde analog zum Stadtnamen „Sarrelouis“ und zum Stadtgründer „Louis XIV.“, dessen Namenspatron, dem heiliggesprochenen Ludwig IX., König von Frankreich, geweiht. Ludwig XIV. verehrte seinen großen Ahnherren und Namenspatron Ludwig IX. so sehr, dass er auch die Schlosskapelle (Baudaten: 1699–1715) seines Residenzschlosses in Versailles dem Heiligen, der als Idealbild eines frommen mittelalterlichen Ritters gilt und die Macht Frankreichs auszuweiten suchte, weihen ließ, um dessen himmlische Fürsprache zu erflehen.

Das zweite Patrozinium der Apostelfürsten übernahm man von der niedergelegten Wallerfanger Stadtpfarrkirche. Dieses Patrozinium zeugt davon, dass sicherlich in der Bevölkerung noch großer Unmut hinsichtlich der brutalen Zwangsumsiedelung und radikalen Zerstörung der alten Stadt Wallerfangen zu überwinden waren. Mit der Übernahme des Titels hoffte man vermutlich, die erhitzten Gemüter etwas beruhigen zu können.

In großen Fassadennischen standen die Steinfiguren der beiden Apostelfürsten Petrus und Paulus gleichsam als Türwächter das Eingangsportal des Gotteshauses flankierend ganz im Geist einses barocken Theatrum sacrum. Die Skulpturen sind heute in der Vorhalle des Kircheninneren auf gemauerten Sockeln aufgestellt. Sie sind vermutlich einer Trierer Bildhauerwerkstatt vom Ende des 18. Jahrhunderts zuzuordnen. Beide Figuren orientieren sich in ihrer Pose an antiken Skulpturen und solchen der Renaissance. Sie sind in Kontrapost-Position, dem Nebeneinander von Stand- und Spielbein einer menschlichen Figur zum Ausgleich der Gewichtsverhältnisse, gestaltet. Das Becken tritt dabei aus der senkrechten Körperachse. Der durch die hieraus resultierende Gewichtsverlagerung einsetzende Hüftschwung mit der Schieflage des Beckens in der Balance ist ebenfalls symptomatisch für das Spiel mit Gegensätzen wie Ruhe – Bewegung, Spannung – Entspannung, Hebung – Senkung, die letzten Endes zu einem homogenen Ausgleich führen. Dadurch gelingt es, zugleich Last und Unbeschwertheit, Ruhe und Bewegung sowie Gebundenheit und Freiheit des menschlichen Körpers auszudrücken. Der Bewegungsaspekt wird durch den grandiosen Faltenwurf der Gewänder sowie der Haupt- und Barthaare der Apostel weitergeführt. Die Apostelfürsten stützten sich mit kraftvollen Armen auf die auf ihrer Hüfte ruhenden Bibeln und halten in der anderen Hand die ihnen zugehörigen ikonographischen Heiligenattribute: Petrus hält den Himmelsschlüssel und Paulus das Schwert seiner vermutlichen Hinrichtung in der Neronischen Christenverfolgung. Die Himmelsschlüssel beziehen sich auf das Christusbekenntnis Petri im Matthäusevangelium Mt 16,13-20 EU.

In der bildhauerischen Darstellung in der Saarlouiser Ludwigskirche sind den beiden Aposteln die ikonographischen Attribute nicht nur als bloßes Erkennungszeichen beigegeben. Petrus packt mit kräftiger Faust seinen Schlüssel als Zeichen der universalen Machtfülle des päpstlichen Primates und hält ihn mit kräftigem Arm dem Betrachter entgegen. Beide Skulpturen atmen ganz den Geist der Gegenreformation. Für die römisch-katholische Kirche galt es, die Gläubigen festzuhalten oder zurückzugewinnen, ihre Augen durch die Entfaltung von Prunk und Pracht zu fesseln. Die Figur des Paulus ist wesentlich gelassener, das Richtschwert betrachtend, in sich gekehrt gestaltet. Er steht mit seinem Wort bis zum bitteren Ende, dem Märtyrertod, für die Botschaft Jesu Christi ein.

Über dem Giebeldreieck auf vier toskanischen Pilastern erhob sich über geschweiften Giebelbögen mit Vasenaufsätzen ein eingezogener Turm mit rückspringendem, ungegliedertem, verschiefertem Glockengeschoss mit Umgangsbrüstung, darüber eine glockenförmige Turmhaube mit kreuzbekrönter Laterne. Im mittleren Fassadenfeld zwischen den inneren Wandpilastern war der rundbogige Eingang mit einem darüber liegenden Rundfenster positioniert. Der architektonische Aufbau der Fassade von St. Ludwig mag die Vorlage für die Gestaltung der Fassade der katholischen Kirche St. Johann in St. Johann an der Saar (Vollendung 1763) gewesen sein.[14] Die Saarlouiser Kirche verfügte über ein ausladendes Querschiff und einen halbrunden Chorbereich. Große klarverglaste Rundbogenfenster ließen Licht in den stützenlosen Raum, der von einem stuckierten korbbogigen Tonnengewölbe überfangen wurde.[15]

Der erste Festungsgouverneur Thomas de Choisy legte in Stellvertretung König Ludwigs XIV. am 2. Juni 1685 mit der Erlaubnis des Trierer Erzbischofes Johann VIII. Hugo von Orsbeck den Grundstein für den Sakralbau. Als Vertreter des Erzbischofes fungierte Augustiner-Superior Vincent Gargan. Das Verhältnis zwischen französischer Krone und dem Trierer Erzbistum war zu dieser Zeit gespannt, da Ludwig XIV. dem Kurfürstentum mittels der Metzer Reunionskammer neben zahlreichen Lehen des Erzstiftes auch St. Wendel, Merzig und den Saargau abgenommen hatte. Die Einverleibung des Saarlouiser Gebietes in das Bistum Metz war jedoch am Widerspruch des Heiligen Stuhles gescheitert.[16]

Bild anzeigen
Grundstein der Kirche aus dem Jahr 1685, beim Abbruch der neogotischen Kirche beschädigt, Aufstellung im Städtischen Museum Saarlouis
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Grundstein des barocken Kirchenbaues in einer Wandnische des rechten Kircheneinganges; Die Baggerabschürfungen sind deutlich sichtbar

Die Inschrift des Grundsteins lautete:

„16 + 85 AU NOM DE LOVIS LE GRAND CETTE PREMIERE PIERRE DE L’EGLISE DE SAARLOVIS A ÉTÉ MISE PAR MESSIRE THOMAS DE CHOISY GOVVERNEUR DE LA PLACE“

(Dt. Übersetzung: „1685, Im Namen Ludwigs des Großen wurde dieser Grundstein zur Kirche von Saarlouis von Herrn Thomas de Choisy, Gouverneur des Ortes, gelegt.“)

Der Grundstein (98 cm × 68 cm × 16 cm) lag bis zum Jahr 1864 unter dem Hochaltar und wurde beim Neubau des Kirchenschiffes im Jahr 1866 wieder unter den Stufen des Hochaltares eingemauert.[17] Er ist aufgrund einer Beschädigung durch Baggerarbeiten beim Abriss der neogotischen Kirche nur bruchstückhaft erhalten und befand sich zunächst im städtischen Museum. Seit 2018 ist er in einer Nische des rechten Seiteneinganges der Kirche ausgestellt.

Auf dem Sandstein, der im rechten Windfang der heutigen Kirche ins Mauerwerk eingefügt ist, wird auf die Gründung der Kirche hingewiesen:

„CESTE ESGLISE A ESTE FONDEE DU REGNE DE LOVIS 14 DU NOM ROY DE FRANCE ET DE NAVARRE LE 2 MAY 1685.“

(Dt. Übersetzung: „Diese Kirche ist gegründet worden unter der Regierung Ludwig 14., König von Frankreich und Navarra, am 2. Mai 1685.“)

Es ist unklar, warum die in der Inschrift angegebene Herrscherzählung mit arabischen und nicht mit römischen Ziffern geschieht und das Datum nicht mit der eigentlichen Grundsteinlegung übereinstimmt. Darüber hinaus bleibt rätselhaft, welche Funktion ein zweiter Grundstein gehabt haben soll. Der Stein, dessen Machart bildhauertechnisch unbeholfen wirkt, wurde erst nach dem Turmbrand des Jahres 1880 gefunden.[18]

Der erste Tote, der in der noch unfertigen Kirche am 24. November 1685 bestattet wurde, war Chevalier de Plessy des Regimentes de Fouquière.[19] Die Vollendung des Sakralbaues geschah Anfang des Jahres 1687.[20] Die feierliche Konsekration erfolgte am 6. April 1687 durch Johann Philipp Burckhardt, Weihbischof von Speyer und Titularbischof von Tripolis. Im Vorfeld der Weihe hatte es zwischen der französischen Krone und Trier aufgrund der Aggressionspolitik Ludwigs XIV. schwierige Verhandlungen gegeben, die letztendlich scheiterten. Als Ausweg hatte man den Weihbischof von Speyer mit der Kirchweihe in Saarlouis beauftragt.[21]

Beim Abbruch der drei Altäre im Jahr 1864 wurde unten ihnen jeweils in Messingkapseln die Konsekrationsurkunde gefunden. Der lateinische Text lautete:[22]

„Anno MDCLXXXVII die sexta Mensis Aprilis quae erat Dominica in albis Ego Joannes Philippus Burckhardt Episcopus Tripolensis, Suffraganeus Spirensis consecravi ecclesiam et altare hoc ad nomen et memoriam Beatae Mariae Virginis et reliquias de S. Modesto Mart., S. Clodio M., S. Basilide M., S. Catharina Virg. et Mart. S. Dorothea V. et M., S. Lioba V. et M. ex societate S. Ursulae et de SS. Martyribus Treverensibus ex legione Thebaea in eo inclusi et singulis Christi fidelibus hodie unum annum et in die anniversario consecrationis huius modi ipsam visitantibus quadraginta dies de vera indulgentia in forma ecclesiae consueta cocessi. Sig. Joannes Philippus Burckhardt, Eps. Tripol. Suffr. Spirensis.“

(Dt. Übersetzung: Im Jahre 1687 am sechsten Tag des Monats April, der der weiße Sonntag war, habe ich, Johannes Philippus Burckhard, Bischof von Tripolis und Weihbischof von Speyer, diese Kirche und diesen Altar auf den Namen und zur Erinnerung der seligen Jungfrau Maria konsekriert und ich habe in ihm Reliquien des heiligen Märtyrers Modestus, des heiligen Märtyrers Clodius, des heiligen Märtyrers Basilidus, der heiligen Jungfrau und Märtyrerin Katharina, der heiligen Jungfrau und Märtyrerin Dorothea, der heiligen Jungfrau und Märtyrerin Lioba aus der Gefolgschaft der heiligen Ursula und der heiligen Trierischen Märtyrer aus der Thebäische Legion eingeschlossen und jedem Christgläubigen erteile ich heute ein Jahr wahrhaften Ablass und den Besuchern der Kirche am Jahrestag der Weihe erteile ich vierzig Tage wahrhaften Ablass auf die gewöhnliche Art der Kirche. Gezeichnet: Johannes Philippus Burckhardt, Bischof von Tripolis, Weihbischof von Speyer.)

Im Jahr 1698 dachte man bereits über eine Neugestaltung der Kirche nach. Man wollte den Bau großzügig erweitern und mit Gewölben versehen. Die Einschiffigkeit sollte einem dreischiffigen Aufbau weichen. Den Innenraum hätte man durch Kreuzgewölbe abgeschlossen. Durch die Folgen des Friedens von Rijswijk verlor Saarlouis aber weitgehend seine militärische Bedeutung und der Plan eines glanzvollen Ausbaues musste aufgegeben werden.[23]

An Ausstattungsstücken der barocken Kirche sind heute noch zwei großformatige Ölgemälde als Geschenk Ludwigs XVI. erhalten. Sie stellen die „Heilige Familie“ sowie die „Apotheose des heiligen Ludwig“ dar. Ebenso erhalten blieb eine vergoldete Altarpredella mit der Darstellung des Letzten Abendmahles. Das Gemälde mit dem heiligen Ludwig und das Antependium waren sicherlich Teile des ehemaligen Hochaltares von St. Ludwig, dessen Gestaltung Ähnlichkeiten mit den Altären in Saargemünd (St. Nicolas), Sierck (Nativité-de-la-Bienheureuse-Vierge-Marie), Beaumarais (St. Peter und Paul, seit 1924 in der Kirche St. Antonius in Werbeln) sowie mit dem Altar der ehemaligen Klosterkirche der Abtei Fraulautern besaß.

Die Kirchturmuhr wurde im Jahr 1704 von Johann Weber aus Trier geliefert, die erste Orgel baute die Orgelmanufaktur Bramer aus Kornelimünster. Zwei Glocken übernahm man im Jahr 1688 aus der Stadtpfarrkirche in Wallerfangen, zwei weitere wurden im Jahr 1720 im Auftrag der Saarlouiser Stadtverwaltung neu gegossen. Eine zusätzliche Glocke aus dem Jahr 1576 kam man aus der benachbarten Abtei Heiligste Dreifaltigkeit in Fraulautern.[24]

Restaurierungen im 18. Jahrhundert

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), erhaltenes Wandpaneel der barocken Chorvertäfelung der ursprünglichen Ludwigskirche

Der Dachstuhl der barocken Kirche musste im Jahr 1731 ausgebessert und neu eingedeckt werden. Im Jahr 1734 wurde der Hochaltar neu gestaltet. Der Eingang der Kirche und die Orgelgalerie wurden im Jahr 1740 repariert.

In den Jahren 1760–1766 wurde der Sakralbau einer durchgreifenden Innenrestaurierung unterzogen. Die Stuckdecke wurde in den Jahren 1765/1766 vollständig erneuert. Auch die beiden Seitenaltäre gestaltete man neu. Die Fenster wurden neu verglast und der Chorraum holzvertäfelt. Die Holzvertäfelung gelangte später in das ehemalige Café Budenz am Großen Markt[25] Ein einzelnes Wandpaneel der früheren Vertäfelung ist heute wieder in der kleinen Ausstellung im Statzschen Kirchenfassadenbau aufgestellt. Die bisherige Verbindungsgalerie zwischen Pfarrhaus und Kirche wurde bei der Baumaßnahme der 1760er Jahre abgetragen.[26] Die verschieferte Glockenstube und der Turmhelm wurden in den Jahren 1770 und 1787 erneuert. Ein verheerendes Hochwasser der Saar verursachte im Jahr 1784 große Schäden. Das Wasser floss in die Grüfte unter dem Fußboden und es kam zu Bodenabsenkungen, was umfangreiche Reparaturen nach sich zog.[27]

Erste Jahre der Französischen Revolution

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), barockes Relief (Altarpredella/Altarantependium) mit der Darstellung des Abendmahles, vergoldete Holzschnitzerei vom Anfang des 18. Jahrhunderts[28]

In Saarlouis und den umliegenden Orten war es bereits in den Jahren vor 1789 zu Protesten gegen das Feudalsystem gekommen. Ab dem Frühling des Jahres 1789 verstärkten sich die Protestmaßnahmen der Bürger und Bauern und erreichten im Juli einen ersten Höhepunkt. Die französische Nationalversammlung beschloss am 2. November 1789 in einem Dekret (Décret des biens du clergé mis à la disposition de la Nation), das auf eine Antragsvorlage des Abgeordneten der Nationalversammlung und späteren Außenministers Napoleons, Bischof Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord, zurückging, die Verstaatlichung der Kirchengüter und damit die faktische Enteignung der katholischen Kirche. Hintergrund waren Bemühungen, der Finanzkrise des französischen Staates, die vor allem durch die Beteiligung Frankreichs am Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bedingt war, entgegenzuwirken. Die Priester bekamen, wie die Staatsbeamten, von nun an einen staatlichen Sold und banden sich eidlich an die neue Staatsverfassung. Ausgenommen von der Verstaatlichung waren die Pfarrkirchen, Pfarrhäuser und Pfarrgärten sowie die protestantischen Kirchen.[29]

Am Beginn der Französischen Revolution wurde die Pfarrei St. Ludwig von den Ordensgeistlichen Jean Capistran Kremer als Superior, Christophe Justin Bichelberger, Jean Baptiste Rommeveaux und Mathieu-Nicolas Baudouin seelsorgerisch betreut.

Am 1. April 1790 hatte die Saarlouiser Stadtverwaltung noch ein feierliches „Te Deum“ in Anwesenheit der örtlichen Militär- und Zivilbehörden in St. Ludwig, ein dreifaches Salutschießen, Freudenfeuer und nächtliche Festbeleuchtung der Häuser anlässlich der Wiedergenesung König Ludwigs XVI. angeordnet. Am 14. Juli desselben Jahres wurde in Saarlouis das neue Nationalfest zum ersten Jahrestag der Erstürmung der Pariser Bastille begangen. Das Fest wurde in der Morgenfrühe mit Glockengeläut vom Turm von St. Ludwig und Kanonendonner eingeleitet. Es folgte ein Hochamt in der Kirche und die Vertreter der zivilen Behörden und des Saarlouiser Klerus vollzogen auf dem Großen Markt eine zeremonielle Verbrüderung. Es folgten politische Reden und die Ableistung des Bürger- und Verbrüderungseides (Serment civique et de confédération), bevor zur Mittagsstunde in der Kirche ein feierliches Te Deum gesungen wurde. Ein Freudenfeuerwerk und eine Illumination der Gebäude beschloss den Jahrestag.[30]

Bild anzeigen
Lage von Saarlouis in der Drei-Bistümer-Provinz

Die französische Nationalversammlung hatte bereits am 13. Februar 1790 die katholischen Orden aufgehoben. Seit dem 22. Mai debattierte die Versammlung über die Weltgeistlichen. Am 12. Juli 1790 wurde die Zivilverfassung verabschiedet und am 24. August verkündet. Die Zuständigkeitsgebiete der Diözesen wurden den neuen staatlichen Einheiten der Départements angepasst. In jedem der 83 Departement wurde ein eigenes Bistum errichtet. Damit wurde die Zahl der Bischofssitze von 139 auf 83 reduziert.[31] Die Bischöfe und Pfarrer wurden gewählt. Saarlouis gehörte von 1680/85 bis 1697 verwaltungsmäßig zur „Province de la Sarre“, anschließend bis 1789 zur „Province des Trois-Évêchés“. Die Provinz sollte zusammen mit Lothringen dann in sieben Départements aufgeteilt werden und Saarlouis sollte Hauptstadt eines dieser Départements werden. Mit der Zivilverfassung des Klerus vom Juli 1790 bestand die Möglichkeit, dass Saarlouis auch Bischofssitz hätte werden können. Letztendlich wurden statt der sieben aber nur vier Départements gegründet und Saarlouis kam mit dem Arrondissement Diedenhofen zum Moseldépartement mit der Hauptstadt Metz. Somit wurde die Pfarrei St. Ludwig aus dem angestammten Erzbistum Trier ausgegliedert und kam zum Bistum Metz. Der noch aus dem Mittelalter stammende Metropolitanverband der lothringischen Bistümer Metz, Toul und Verdun mit dem Erzbistum und Kurfürstentum Trier wurde damit endgültig beendet.[32]

Nach der Einziehung der Kirche Ende Mai 1791 leitete die Stadtverwaltung über das Distriktsdirektorium die Überlassung der Augustinerkapelle als Hilfskirche für St. Ludwig ein, da die Pfarrkirche zu klein sei. Der aufgehobene Saarlouiser Augustinerkonvent wurde hinsichtlich seiner Gebäude zur Unterbringung des Collège bestimmt. Am Sonntag, den 29. Mai 1791, wurde in der Kirche durch die Gemeindewähler als neuer Pfarrer von St. Ludwig Jakob Senzy (Senzig) mit übergroßer Mehrheit gewählt. Senzy schlug allerdings die Wahl aus, da er eine Stellung beim konstitutionellen Bischof von Metz, Nicolas Francin (Amtszeit 1792 bis 1802), bevorzugte. So blieben die bisherigen Augustiner-Rekollektenpatres weiterhin als Pfarrverwalter in St. Ludwig.[33]

Im Jahr 1791 lehnte Papst Pius VI. die französische Zivilkonstitution ab. Er suspendierte alle Priester, die sich der neuen Verfassung unterstellt hatten, mit dem Vorwurf des kirchlichen Schisma. Dennoch unterstellten sich im Distrikt Saarlouis 24 Priester der neuen kirchlichen Ordnung. 30 Priester stimmten dem bürgerlichen Eid mit Vorbehalt zu, was von staatlichen Stellen als Nichtzustimmung gedeutet wurde, und 26 Priester verweigerten die Eidesleistung. In der Folgezeit widerriefen drei der 24 geschworenen Priester ihre Zustimmung und stellten sich damit gegen die radikal-jakobinisch orientierte Saarlouiser Verwaltung.[34]

Als am 26. August 1792 ein Gesetz erlassen wurde, das die Priester, die nicht auf die Verfassung schwören wollten (Prêtres insermentés), mit Deportation bedrohte, protestierten die Augustiner-Rekollekten in Saarlouis nochmals öffentlich am 28. August gegen diese Entwicklung und flohen am 30. August 1792 aus der Stadt.

An ihrer Stelle setzte man am 10. September 1792 den ehemaligen Busendorfer Pfarrer Johann/Jean Guitienne als Pfarrverwalter (Administrator) an St. Ludwig ein, der sich schon am 12. September 1791 der Distriktsverwaltung als provisorischer Pfarrer angeboten hatte. Anlässlich des Nationalfeiertages hatte Guitienne bereits am 14. Juli 1792 auf dem Großen Markt vor der Kirche auf einem sogenannten „Altar des Vaterlandes“ zusammen mit dem Filstroffer Pfarrer Pijot ein national-sakrales Hochamt abgehalten. Der Altar war mit einem gekrönten Löwen geschmückt, der die Konstitution und die französische Trikolore in seinen Pranken trug. Die Altarinschrift lautete: „Die Konstitution oder der Tod.“ Darüber hinaus zierten den Altar aufklärerische Zitate von Gottfried Wilhelm Leibniz, John Locke und Jean-Jacques Rousseau. Während der Feier leisteten die Beamten und höheren Offiziere den Treueeid auf die Konstitution, ein Freiheitsbaum wurde gepflanzt und zwei Kinder wurden getauft. Nach dem Absingen des „Te Deums“ folgte vor dem „Altar des Vaterlandes“ eine Truppenparade und die Stadtbeamten gaben sich einen Verbrüderungskuss. Abends wurde der Vaterlandsaltar festlich illuminiert. Ähnlich liefen die Feierlichkeiten zum Nationaltag auch in den Folgejahren ab, wobei allerdings katholische Ritualreste getilgt wurden. Die Schulkinder mussten mit kleinen Trikoloren und Eichenzweigen in den Händen zum „Altar des Vaterlandes“ treten und die Menge stimmte statt des früheren „Te Deums“ vaterländische Gesänge an. Sportwettspiele in der Kapuzineraue (Lisdorfer Aue) ergänzten nachmittags das profanierte Fest.[35]

Als Hilfsgeistlicher sollte Guitienne durch den geschworenen Priester François Viart unterstützt werden, der am 16. September 1792 in St. Ludwig seinen Eid leistete. Der ehemalige Augustiner Peter Bayer wurde am 1. Dezember 1792 zum zweiten Vikar an St. Ludwig ernannt, nachdem er am 2. Oktober 1792 seinen Eid geschworen hatte. Nach einer Wahl am 28. November 1792 wurde Guitienne durch Erlass des Bischofes von Metz, Nicolas Francin, am 1. Dezember 1792 zum Pfarrer von St. Ludwig ernannt, nachdem der frühere Bischof Louis-Joseph de Montmorency-Laval nach Deutschland geflohen war. Guitienne versah sein Amt in Saarlouis bis zur Unterdrückung des katholischen Kultus im Jahr 1794. In seinem Testament begründete er eine Stiftung, aus deren Zinzerträgen jährlich dem besten Schüler des Saarlouiser Gymnasiums eine Prämie auszuzahlen sei. Das Stiftungskapital ging allerdings in den 1920er Jahren während des Währungsruins verloren.[36][37] Am 8. Oktober 1792 wurden die Hinterlassenschaften der Augustiner auf Anordnung des Distriktsdirektoriums vom 28. September 1792 öffentlich versteigert.[38]

Terrorherrschaft

Mit der Kanonade von Valmy am 20. September 1792 konnte das revolutionäre Frankreich im Ersten Koalitionskrieg ein deutliches Machtsignal an die antifranzösische Koalition senden, indem der Feldzug der Interventen nach Paris zum Stehen und anschließend zum Rückzug gezwungen wurde. Der Erfolg der Revolutionsarmee beeindruckte die Zeitgenossen tief und wurde zum revolutionären Mythos verklärt. Die militärische Bedrohung Frankreichs führte in Paris zur ideologischen Radikalisierung. Die traditionsreiche Monarchie wurde abgeschafft, eine Republik gegründet und eine neue Zeitrechnung eingeführt. Am 21. Januar 1793 köpfte man in Paris Ludwig XVI., der bisher als der "Gesalbte Gottes" eine sakrosankte bzw. eine quasi sakrale Stellung innegehabt hatte. Seine Gemahlin Marie Antoinette folgte ihm am 16. Oktober 1793 auf die Guillotine.

Am 23. August 1793 musste St. Ludwig bereits drei Glocken zu militärischen Zwecken abgeben. Nur die Hauptglocke und eine kleinere Glocke beließ man zum Stunden- und Viertelstundenschlag sowie als Alarmsignal im Kirchturm.

In Saarlouis hatte sich ein revolutionärer Klub als „Klub der Freunde der Konstitution“ bereits am 20. November 1791 konstituiert und das ehemalige Augustinerkloster als Vereinslokal besetzt.[39]

Am 22. Juli 1793 wurde der bisherige Name der Stadt Sarrelouis aus antiroyalistischen Gründen vom französischen Nationalkonvent in „Sarre-Libre“ umgewandelt.[40]

Während der Schreckensherrschaft zur Zeit der Französischen Revolution und der allgemeinen Unterdrückung des Katholizismus Ende 1793, Anfang 1794 wurde die St.-Ludwigs-Kirche in einen sogenannten Tempel der Vernunft umgewandelt. Darüber hinaus nutzte man die profaniert Kirche als politischen Versammlungssaal für die revolutionären Klubs, was allerdings schon vor dem Jahr 1794 geschehen war. Es fanden Volksversammlungen und Abstimmungen sowie Verlesungen von Gesetzen und Beschlüssen des Nationalkonventes statt. Vorher hatte man das Innere nahezu vollständig verwüstet und das Turmkreuz heruntergerissen. Es wurde erst im Jahr 1803 wieder aufgesetzt.[41] Die Gegenstände des religiösen Kultus verbrannte man auf dem Großen Markt auf einem Scheiterhaufen oder verschleuderte sie. Der im Jahr 1751 in Saarlouis geborene Lazaristen-Missionspriester und Theologieprofessor Louis Hayer wurde im Jahr 1793 in Niort guillotiniert.[42][43]

Heimliche Gottesdienste wurden von Pater Pierre Lorrain, der sich als Gemüsehändler oder Holzhauer tarnte, in einsamen Waldstücken und anderen geheimen Orten in der Umgebung von Saarlouis unter Lebensgefahr weiterhin abgehalten. Pater Lorrain war vorher auch Lehrer am Saarlouiser Augustinerkolleg gewesen, wo er unter anderen die späteren Militärs Michel Ney, Jean François Toussaint[44] (1772–1827), Jean Georges Grenier[45] (1771–1835) sowie Paul Grenier[46] (1768–1827) unterrichtet hatte.[47] Lorrain stammte aus Gauweisdorf, wo er im Jahr 1755 geboren worden war. Er musste nach 1790 in die Schweiz flüchten und kam erst im Jahr 1802 an die Saar zurück.[48] Ebenso werden von Georg Baltzer[49] die ehemaligen Mönche Jean Hein (Augustinerpater), Constantin Bechel (Kapuzinerpater) und ein Pater Heimbach als geheim agierende Priester genannt.

Die beiden von Ludwig XIV. geschenkten großformatigen Ölgemälde Die Apotheose des heiligen Ludwig sowie Die Heilige Familie überstanden allerdings das ikonoklastische Wüten, da sie ein Kirchenschöffe mit Kalk überschüttet haben soll.[50] Ebenso hat sich die barocke Altarpredella/Altarantependium erhalten.[51] Auf den Hochaltar setzte man in einer kultischen Feier eine junge Frau als Personifikation der Göttin der Vernunft und legte ihr das zertrümmerte Altarkreuz zu Füßen. Auch auf den Friedhöfen mussten die Grabkreuze verschwinden.

Parallel zum Kult der Göttin der Vernunft feierte man eine Ceres-Prozession vor dem Französischen Tor, bei der landwirtschaftliche Gerätschaften und Festwagen mit Agrarprodukten unter dem Klang von Musik und Gesang umhergetragen wurden und symbolisch der Ackerboden gepflügt und eingesät wurde, um die Fruchtbarkeit der Landschaft rituell zu befördern.[52]

In der Zeit des Belagerungszustandes der Stadt im Jahr 1794 nutzte man den entwidmeten Sakralraum auch als Scheune. Aufgrund mangelnder Unterhaltung des Gebäudes verschlechterte sich der Zustand stetig.[53]

Mit dem Sturz und der Hinrichtung Maximilien de Robespierres wurde die Abhaltung von Gottesdiensten wieder zunehmend erlaubt und das Ausweisungsgesetz gegen den Klerus wurde aufgehoben. Allerdings fielen die staatlichen Gehälter für Geistliche ab dem 21. Februar 1795 weg, den Gemeinden war die Unterhaltung religiöser Gebäude untersagt worden und weiterhin wurden eidverweigernde Priester eingekerkert. Mit der Machtübernahme durch das Direktorium im Jahr 1795 wurde der Priestereid wieder verschärft, da man in den katholischen Klerikern eingefleischte Monarchisten sah. In Sorge um ihr Leben schworen nun die Saarlouiser Kleriker Nicolas Fourmann (Augustiner), Christoph Heil (Augustiner-Rekollekt), Jean Poue/Porer (Augustiner-Rekollekt), Johannes Broich (Weltpriester), Matthias Leistenschneider (Bernhardiner), Nikolaus Krantz (Augustiner), Jean Reneault (Augustiner-Rekollekt), der Augustinermönch Dupreux sowie die Nonne Maria Gusenburger den geforderten Eid vor der Saarlouiser Stadtverwaltung.

Mit dem Sturz des Direktoriums im Jahr 1799 wurden die eingekerkerten Kleriker wieder freigelassen und die Emigrierten durften wieder zurückkehren. Der verschärfte Eid des Direktoriums wurde nicht mehr gefordert. Auf Befehl Napoleons durften die Kirchen ab Januar 1800 wieder geöffnet werden. Allerdings erging noch am 13. August 1801 durch den Metzer Präfekten Jean-Victor Colchen (1751–1830) eine Anordnung an alle Bürgermeister des Moseldepartements, ausgewiesene Priester, die heimlich in Privathäusern Gottesdienste abhielten, und deren Helfer sofort anzuzeigen.[54] Offiziell blieb St. Ludwig bis zum Jahr 1802 seelsorgerisch verwaist.

Konkordat von 1801 und Wiener Kongress

Erst nach dem Abschluss des Konkordates von 1801 zwischen Napoleon und Papst Pius VII. in Paris konnte Saarlouis offiziell wieder seelsorglich betreut werden. Am 28. Messidor X (17. Juli 1802) mussten alle katholischen Geistlichen der Region, die dem Konkordat zugestimmt hatten, zur feierlichen Einsetzung des neuen Metzer Bischofs Pierre-François Bienaymé im Metzer Stephansdom erscheinen. Sarrelibre/Saarlouis blieb auch weiterhin (bis 1817) bei der Diözese Metz, der es im Jahr 1790 nach der Loslösung von der Erzdiözese Trier zugeschlagen worden war. Zusammen mit St. Ludwig waren im Kanton Sarrelibre/Saarlouis noch die Hilfspfarreien Berus, Differten, Hülzweiler, Fraulautern, Schaffhausen, Lisdorf, Neuforweiler (Bourg-Dauphin), Roden und Püttlingen betroffen.[55] Die erste heilige Messe in der Ludwigskirche nach den Wirren der Französischen Revolution wurde am 13. Mai 1803 begangen. Dabei leisteten 45 Pfarrer der vier Kantone Sarrelibre/Saarlouis, Tholey, Rehlingen und Bouzonville in die Hände des Unterpräfekten von Thionville (Diedenhofen) den staatlichen Eid, der im Konkordat vorgeschrieben war. Am 5. September 1803 wurde in St. Ludwig nach 20 Jahren wieder die erste Firmung durch den Metzer Bischof Pierre-François Bienaymé gespendet. Die Wiedereinführung des katholischen Kultus feierte man in Saarlouis zusammen mit dem Geburtstagsfest Napoleons am 15./16. April 1804 mit Festgeläut und einer feierlichen Prozession nach Lisdorf und zurück, an der auch die Priester der Umgebung teilnahmen. Die Feierlichkeiten, in deren Rahmen der Revolutionskalender außer Kraft gesetzt und der alte Kalender wieder eingeführt wurde, zogen sich über einen ganzen Monat hin.[56]

Turm und Dach der Kirche wurden im Jahr 1805 durch den Tholeyer Bauunternehmer Nikolaus Schmit ausgebessert.[57]

Mit dem Wiener Kongress und dem Zweiten Pariser Frieden vom 20. November 1815 kam Saarlouis an das Königreich Preußen. Während eines Aufenthaltes in Saarbrücken erteilte der preußische Staatskanzler Karl August von Hardenberg am 27. November 1815 dem in preußischen Diensten stehenden Oberappellationsrat Mathias Simon, der bisher in Trier als Richter fungiert hatte, die Vollmacht, das neue Gebiet unter dem Titel „Großherzogtum Niederrhein“ dem Königreich Preußen anzugliedern.[58] Die französische Garnison verließ am 1. Dezember 1815 die Stadt und das weiße Lilienbanner der Bourbonen wurde vom Kirchturm von St. Ludwig herabgelassen. Die Festung Saarlouis und ihr Umland wurden von Simon am 2. Dezember 1815 im Rahmen einer Feier in St. Ludwig mit dem Absingen des Gebetes „Salvum fac regem“, diesmal bezogen auf den Herrscher Preußens, in Besitz des Königs Friedrich Wilhelm III. genommen.

Die Vereidigung der Stadtverordneten fand am 2. Januar 1816 in der Saarlouiser Stadtpfarrkirche St. Ludwig statt. Am 18. Januar 1816, dem Jahrestag der Selbstkrönung des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich in Königsberg zum „König in Preußen“ (18. Januar 1701), wurde unter Glockengeläut und dem Absingen des Te Deums der preußische Adler an der Kommandantur angebracht.[59]

Wiedereingliederung der Pfarrei in das Bistum Trier

Mit der päpstlichen Bulle De salute animarum (lat.: Zum Heil der Seelen), vom 16. Juli 1821, legte Papst Pius VII. im Rahmen der Neuumschreibung der katholischen Diözesen in Deutschland nach dem Wiener Kongress die Neuordnung der Diözesen und Kirchenprovinzen in Preußen fest. Da der Wiener Kongress (1814–1815) keine Klärung der kirchlichen Angelegenheiten brachte und die Kirchenprovinzen an die innerpreußischen Grenzen angeglichen werden sollten, wurden mit der Zirkumskriptionsbulle die Verhältnisse der katholischen Kirche in Preußen neu geregelt. Saarlouis wurde dabei wieder dem Bistum Trier zugewiesen. Im Jahr 1828 wurde Saarlouis durch den Trierer Bischof Joseph von Hommer Sitz eines Dekanates mit 35 Pfarreien. Das Dekanat Saarlouis wurde im Jahr 1865 in die beiden Dekanate Saarlouis und Lebach geteilt.[60] Die Kirche St. Ludwig diente auch den katholischen Angehörigen der preußischen Garnison als Garnisonskirche.[61]

Im Jahr 1829 wurde in der Kirche ein neuer marmorner Hochaltar errichtet, der vom Metzer Bildhauer Auguste Pioche für 3200 Franken gefertigt worden war. Vermutlich entfernte man bei dieser Maßnahme das barocke vergoldete Abendmahlsrelief. Es wurde erst im Jahr 1934 durch den Kunsthistoriker Walter Zimmermann auf dem Pfarrhausdachboden wiederentdeckt.[62] Der im Jahr 1734 zuletzt durch Franz Gannal vergoldete alte Hochaltar, der der allerheiligsten Dreifaltigkeit geweiht war, war bereits im Jahr 1829 für 280 Franken an die Pfarrei in Niedaltdorf verkauft worden.[63]

Im Jahr 1832 restaurierte man die Seitenaltäre (Heilig-Kreuz-Altar, Muttergottesaltar) und das barocke Ölgemälde „Die Heilige Familie“ von Dupuy.[64]

Aus dem Jahr 1847 liegt noch ein ausführliches Inventarverzeichnis vor.[65] Demnach war der marmorne Hochaltar mit Tabernakel und Expositorium dem heiligen Petrus, der rechte Seitenaltar der Jungfrau und Gottesmutter Maria und der linke dem heiligen Antonius von Padua geweiht. Die Kirche besaß eine reiche Ausstattung an Ölgemälden auf Leinwand. Insgesamt werden 13 Gemälde genannt. Während das Gemälde „Apotheose des heiligen Ludwig“ den Hochaltar schmückte, waren die Gemälde „Die heilige Familie“ und „Der heilige Antonius“ seitlich angebracht. Das Antoniusbild hat sich nicht erhalten. An Skulpturen hatte man im Jahr 1830 neun Heiligenstatuen angeschafft. Das vergoldete Abendmahlsrelief ist im Inventarverzeichnis nicht aufgeführt.

Garnisonsgemeinde

In der preußischen Zeit oblag den Pfarrgeistlichen von St. Ludwig die Seelsorge der katholischen Militärangehörigen (Taufe, Begräbnis, Eheschließungen, Lazarettbesuche, Letzte Ölung, religiöse Vorträge bei der Strafsektion, Erteilung von Religionsunterricht für die Kinder der Soldaten). Seit der königlich-preußischen Militär- und Kirchenordnung vom 12. Februar 1832 wurden die Zivilgeistlichen für ihre Militärseelsorge mit den üblichen Stolgebühren vergütet. Für die Mitbenutzung der Pfarrkirche St. Ludwig als Garnisonskirche der Festung Saarlouis wurde eine jährliche Miete von der katholischen Garnisonsgemeinde entrichtet. Zur Abhaltung der Oster- und Herbstbeichte kam eigens der Divisionspfarrer aus Trier. Die katholischen Regimentsteile wurden jeden Sonntag zur Pfarrkirche geführt, um dort an der Hl. Messe teilzunehmen.

Nach der preußischen Militär-Kirchenordnung von 1832 mussten Kinder von evangelischen Militärangehörigen auch im Falle einer katholischen Mutter, was in Saarlouis häufig der Fall war, evangelisch getauft werden. Anderenfalls musste der evangelische Militäroberpfarrer in Koblenz sein Plazet geben. Meistens wurde dabei jedoch das Dimissoriale verweigert. Dieses Recht wurde der katholischen Kirche jedoch nicht zugestanden. Darüber hinaus wurden evangelische Militärangehörige von ihren Vorgesetzten unter Druck gesetzt, bei gemischtkonfessionellen Ehen Seelsorgehandlungen nur von den evangelischen Geistlichen durchführen zu lassen. Um Kinder gemischtkonfessioneller oder auch rein katholischer Ehen der katholischen Kirche zu entfremden, wurde ihnen beim Besuch der evangelischen Konfessionsschule das Schulgeld erlassen und vom preußischen Staat bezahlt, während die katholische Schule zwangsweise entgeltpflichtig war.

Bei der Rekrutenvereidigung waren die jeweiligen Garnisonspfarrer verpflichtet, in der Kirche auf die Heiligkeit des gegenüber dem preußischen König geleisteten Treueeides in der sogenannten Eidespredigt hinweisen. Alle katholischen Militärangehörigen mussten im Falle ihres Ablebens im Dienst auf dem evangelischen Garnisonsfriedhof beerdigt werden. In den ersten Jahrzehnten unmittelbar nach der preußischen Besitzergreifung der Festung Saarlouis wurde das katholische Seelsorgeangebot kaum angenommen. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbesserten sich die Gottesdienstteilnahmen der Soldaten. Allerdings verweigerte der weitaus größte Teil der Offiziere sowohl die Beichte als auch die Teilnahme an der Kommunion.[66]

Pfarrkirche und Pfarrhaus befanden sich im Eigentum der Stadt Saarlouis, die auch für den Gebäudeunterhalt, die Kirchensänger und den Organisten aufkam. Erst am 14. März 1880 gingen die Gebäude in das Eigentum der Pfarrgemeinde über.[67] Einnahmen konnte die Gemeinde durch Kollekten, Stiftungen, Vermächtnisse, freiwillige Zuwendungen und durch den Kirchenzehnt verbuchen.

In den Jahren 1703 bis 1706 hatte man den sogenannten Bürgerwald auf dem neuen Bann von Beaumarais abgeholzt und das neugewonnene Land an die Stadtbürger von Saarlouis verteilt. Die Bürger mussten pro erhaltenem Morgen einen Scheffel Hafer abliefern. Der auf diesem Gebiet liegende Zehnt gehörte zur einen Hälfte der Stadt, zur anderen Hälfte dem Pfarrer von Beaumarais. Am 26. August 1698 überließ die Stadt ihren Anteil der Pfarrkirche zur Finanzierung des religiösen Kultus. Im Jahr 1761 versuchte die Zivilgemeindeverwaltung die Zehnteinnahmen wieder zurückzuerhalten, da sie sich, so ihre Erklärung an den Intendanten in Metz, in einer prekären Finanzlage befände. Der Antrag der Stadt wurde jedoch in Metz zurückgewiesen. Ein zweiter Versuch zur Rückübertragung des Zehntrechtes wurde von der Stadt im Jahr 1765 unternommen und scheiterte ebenfalls. So wurde weiterhin jedes Jahr der Kirchenzehnte zugunsten der Kirchenkasse von St. Ludwig versteigert. Diese Zehntversteigerung fand üblicherweise im Juni oder Juli jedes Jahres statt. Der Zeitpunkt wurde an einem Termin festgesetzt, an dem man in etwa abschätzen konnte, in welcher Qualität die Ernteerträge ausfallen würden. Dem Zehntpächter wurde je nach Ertrag der abzuliefernde Teil der Erntemenge reduziert. Die letzte Zehntversteigerung zugunsten der Pfarrkirche fand am 4. Juli 1790 statt, obwohl das kirchliche Zehntrecht in Frankreich durch die Nachtsitzung der Nationalversammlung vom 4./5. August 1789 prinzipiell aufgehoben worden war. Aufgrund der revolutionären Verhältnisse gelangten aber am Martinitag 1790, dem traditionellen Abgabetermin, die Erträge nicht an den Kirchenrechner, sondern an das Saarlouiser Hospital. Zwar hatte die Nationalversammlung einen Ersatz für den weggefallenen Kirchenzehnt hinsichtlich der Kultuskosten, des Unterhalts der kirchlichen Arbeitskräfte, des sakralen und seelsorglichen Gebäudeunterhaltes sowie der Armenfürsorge angemahnt, allerdings keine konkreten Vorschläge zur Bestreitung der Kosten unterbreitet.[68]

Bau eines neogotischen Kirchenschiffes

Bild anzeigen
Carl Friedrich Müller (1833–1889), Kreisbaumeister des Landkreises Saarlouis, Architekt des neogotischen Kirchenschiffes von St. Ludwig, Aufnahme aus dem Jahr 1870

Da die Kirche wie die gesamte Festung auf wenig festem Grund errichtet wurde, traten im 19. Jahrhundert statische Mängel auf. Das schwere Eichengebälk der Decke drückte die Außenmauern des Kirchenschiffes auseinander, sodass zur Notsicherung zahlreiche Stützen eingesetzt werden mussten. Dechant Franz Hecking setzte sich mit einer Unterschriftenaktion Saarlouiser Bürger für einen totalen Neubau des Gebäudes inklusive Abriss der angebauten Wohnhäuser ein und argumentierte mit bautechnischen, architektonischen, künstlerischen und patriotischen Gründen, indem er den bisherigen Barockbau als „trauriges Wahrzeichen der Geschmacklosigkeit“ und „schmähliches Denkmal“ bezeichnete, konnte sich allerdings bei der königlich-preußischen Bezirksregierung nicht durchsetzten.[69] Die nicht gefährdete Turmfassade aus dem 17. Jahrhundert mit den angebauten Wohnhäusern musste aus Kostengründen erhalten bleiben. Die Stadt befürwortete ebenfalls den Beibehalt des Turmes, da sich die Stadtkasse durch die Errichtung einer Bürgerschule und die Installation von Gaslaternen in angespannter Lage befinde. So wurden ab dem 26. Mai 1864 nur das Langhaus und der Chor in Übereinkunft mit dem Saarlouiser Stadtrat abgebrochen. Beim Abbruch des Muttergottesaltares fand man eine Messingkapsel, die die Konsekrationsurkunde des Jahres 1687 enthielt. Zwei gleichlautende Urkundenausfertigungen fand man dann anschließend im Altarstein des marmornen Hochaltares und im Altarstein des Muttergottesaltares. Unter dem Hochaltar wurde die Bleiplatte gefunden, die die Grundsteinlegung beurkundete.[70] In den Jahren 1865 bis 1866 errichtete der Architekt Carl Friedrich Müller (1833–1889) nach Zustimmung der bischöflichen und königlich-preußischen Behörden auf den alten, barocken Fundamenten eine neogotische dreischiffige Stufenhalle mit schmäleren Seitenschiffen. Der Bau erweiterte sich um ein ausladendes, etwas niedrigeres Querschiff und endete außen in einem im Mittelschiff gerade abschließenden Langchor mit zweibahnigem Maßwerkfenster. Die Seitenschiffe schlossen in einem 45°-Winkel. Die Säulen und Strebepfeiler der Konstruktion sollten den Druck des Gewölbes besser verteilen und ein Auseinanderdriften der Außenwände verhindern.

Während der Bauzeit bis Mai 1866 fand der Gottesdienst zunächst in den Lazarettkellern der Kaserne IV statt, dann, nach Ausbruch des Deutsch-Deutschen Krieges in der Hospitalkapelle, da man den Lazarettkeller für Verwundete benötigte. Die Pläne des Müllerschen Neubaues existieren nicht mehr.[71]

Carl Friedrich Müller erbaute oder erweiterte in den Jahren 1861–1889 im Gebiet des heutigen Saarlandes 20 Kirchen und war entschiedener Verfechter der Neogotik, die ihm von seinem Lehrer Georg Gottlob Ungewitter in den Jahren 1850 bis 1853 an der Höheren Gewerbeschule Kassel vermittelt worden war. Ungewitter hatte zu den prägenden Vertretern der Wiederbelebung gotischer Formen in Deutschland (Neugotik oder Neogotik) gehört und spielte damit eine wichtige Rolle in der historistischen Architektur, speziell im Kirchenbau. Müllers Sakralarchitektur Ungewitterscher Prägung ist durch klare, erhabene Formen geprägt. Aufgrund der finanziellen Verhältnisse seiner Gemeinden musste Müller hinsichtlich der Schiff- und Turmhöhe Abstriche seitens gotischer Idealdimensionen machen. Um eine bessere Einbeziehung der Gemeinde in das liturgische Geschehen zu gewährleisten, präferierte Müller bei seinen Kirchenbauten dreischiffige Stufenhallen mit Rundpfeilern, die innerhalb des Kirchenraumes die starre Schiffeinteilung mildern und ihn optisch weiten. Seine meist eingezogenen Apsiden weisen häufig Fünfachtelschlüsse auf. Die Außenwände gliedert er mithilfe von Strebepfeilern in Jochabschnitte. Die Joche schließen nach oben mit Kreuzrippengewölbe ab. Ab dem ersten Freigeschoss sind seine Kirchtürme im Grundriss oft eingezogen. Diesen Übergang kaschiert Müller meist mit Eckfialen. Die hölzernen, ins Oktogon übergehenden schlanken Turmhelme sind verschiefert. Sein Spitzbogenfenster sind meist zweibahnig. Die Fassaden sind streng symmetrisch gestaltet. Hinsichtlich der Formensprache der architektonischen Details orientiert sich Müller eher an der Frühgotik. Der Kirchenbau St. Ludwig in Saarlouis weist hinsichtlich der Chorgestaltung eine Sonderstellung im Müllerschen Œuvre auf. Die Apsis ist mit einem inneren Umgang ausgebildet, die Spitzbögen sind lanzettenförmig gedehnt, die Gewölbefelder sehr steil konzipiert. Diese Gestaltung der Spitzbögen weist im Bezug auf die Höhendehnung Ähnlichkeiten mit den Arkaden der spätgotischen Apsisgestaltung der Metzer Kathedrale auf, die an der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert vollendet wurde. Unterschiedlich sind jedoch die umgesetzten Gesamtkonzeptionen der Stufenhalle mit Umgang in Saarlouis und der basilikalen Struktur mit Arkadenzone, Triforium und Obergaden in Metz. Die eingestellten Säulen bilden im Altarbereich einen Fünfachtelschluss, der nach außen so nicht sichtbar wird.

Während man die erste Hl. Messe bereits am Ludwigsfest des Jahres 1866 gefeiert hatte, beging man die Konsekration des neuen Müllerschen Kirchenschiffes am 22. September 1867 mit einer feierlichen Außenillumination der Kirche auf Kosten der Stadt. Der die Konsekration vollziehende Trierer Bischof Matthias Eberhard unterschrieb folgende Weiheurkunde:[72]

„Anno Domni (sic!) MDCCCLXVII die vigesima secunda mensis septembris Ego Joannes Matthias Eberhard, Episcopus hucusque Paneadensis i. p. inf., nunc per Ssmum Patrem Pium P. S. IX translatus ad Sedem Treviren., consecravi Ecclesiam et altare hoc in honorem Sancti Ludovici, Confessoris et Regis, et Reliquias Sanctorum Martyrum Modesti, Catharinae et de societate Stae Ursulae in eo inclusi, et singulis Christifidelibus hodie unum annum et in die anniversario consecrationis hujusmodi ipsam visitantibus quadraginta dies de vera indulgentia in forma Ecclesiae consueta cocessi.

(Dt. Übersetzung: Im Jahre des Herrn 1867 am zweiundzwanzigsten Tag des Monats September habe ich, Matthias Eberhard, bisheriger Bischof von Banyas, nun durch den Heiligen Vater Pius IX. auf den Trierer Bischofsstuhl versetzt, diese Kirche und diesen Altar zur Ehre des heiligen Ludwig, des Bekenners und Königs, konsekriert, und ich habe in ihm Reliquien der heiligen Märtyrer Modestus, Katharina sowie der Gefolgschaft der heiligen Ursula eingeschlossen und jedem einzelnen Christgläubigen erteile ich heute ein Jahr wahrhaften Ablass und den Besuchern der Kirche am Jahrestag der Weihe erteile ich vierzig Tage wahrhaften Ablass auf die gewöhnliche Art der Kirche.“

Der Grundstein der Barockkirche und die Herzkapsel des Marquis de Choisy wurde am 11. Oktober 1866 in einer feierlichen Zeremonie im Beisein von Vertretern staatlicher und kirchlicher Behörden, des Kirchenrates und der Baukommission unter den Stufen des Hochaltares eingelassen. Darüber hinaus brachte man eine Metalltafel zur Erinnerung an das Ereignis an.

Das neue Kirchenschiff hatte an die 24.000 Taler gekostet. Der preußische König Wilhelm I. hatte unter der Bedingung, dass die katholischen Militärangehörigen der Festungsstadt das Gebäude als Garnisonskirche dauernd unentgeltlich benutzen dürften, ein sogenanntes Gnadengeschenk in Höhe von 4000 Talern in Aussicht gestellt. Da der Stadtrat aber nur ein bedingungsloses Gnadengeschenk des Königs annehmen wollte, verfiel die königliche Zusage. So wurde die Kirche als katholische Garnisonskirche vermietet. Im Jahr 1885 betrug die Jahresmiete zum Beispiel 500 Mark.[73]

Im Vergleich mit dem barocken Kirchenbau hatte man durch den Einbau von Säulen im neogotischen Kirchenraum Sitzplätze verloren. Alle barocken Ausstattungsgegenstände des Vorgängerbaues empfand man nun als nicht mehr stilecht und entfernte sie. Erhalten blieben nur die beiden Ölgemälde Ludwigs XIV. und die vergoldete Altarpredella, die man auf dem Dachboden des Pfarrhauses (heute Dechant-Unkel-Platz hinter der Kirche) provisorisch gelagert hatte. Die beiden steinernen Fassadenfiguren der Apostel Petrus und Paulus stellte man in den Vorgärten der Sakristeien auf.

Die neogotische Innenausstattung wurde von privaten und kommunalen Spendern ermöglicht. Besonders Prälat Subtil trieb diese Aufgabe mit großer Zielstrebigkeit voran. Im Jahr 1900 wurden die Rosenkranzgeheimnisse auf die Chorwände gemalt. Das linke Querhaus schmückte man mit Darstellungen des Todes des heiligen Josef. Die Darstellung der Vermählung Marias und Josefs wurde im rechten Querhaus angebracht.[74]

Bau einer neogotischen Turmfront

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Brand des barocken Kirchturmes 1880, (Stadtarchiv Saarlouis)
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Barocker Kirchturm nach dem Brand von 1880, (Stadtarchiv Saarlouis)
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Marianische Inschrift in der Turmvorhalle
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Bau des neogotischen Turmes, (Stadtarchiv Saarlouis)
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Portalzone
Bild anzeigen
Vincenz Statz (* 9. April 1819 in Köln; † 21. August 1898 ebenda), Architekt der neogotischen Turmfront von St. Ludwig
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Fassadenriss der neogotischen Turmfassade von Vincenz Statz, Turmhöhe: 51 m

Die hölzernen und verschieferten Teile der barocken Turmfassade fingen am Abend des 7. August 1880 durch die nächtliche Illumination mit Kerzen oder durch Feuerwerkskörper[75] anlässlich des Festes zum 200-jährigen Jubiläum der Festungsgründung Feuer. Die verschieferte hölzerne Turmhaube brannte dabei völlig ab. Die Glocken schmolzen während des Brandes oder stürzten in den steinernen Turmschaft als die hölzerne Glockenstube in sich zusammenbrach, obwohl die Feuerwehren von Saarlouis, Dillingen und Fraulautern intensive Löscharbeiten unternahmen. Beim Brand wurden auch die beiden an die Kirchturmfront angebauten Häuser Mayer und Baltzer bis auf die Außenmauern vernichtet. Auch das Kirchendach des neogotischen Neubaues brannte, doch verhinderte das steinerne Gewölbe ein Übergreifen der Flammen ins Kirchenschiff.[76]

So entschied man sich angesichts der schweren Verwüstungen, auch aus Gründen der Stilreinheit, für den Totalabbruch der barocken Fassade und errichtete in den Jahren 1883 bis 1885 eine dem Stil des neogotischen Langhauses entsprechende neogotische Turmfassade durch den Kölner Architekten Vincenz Statz, einem einflussreichen Vertreter der Neogotik im Rheinland. Im Jahr 1841 war Statz in die Dombauhütte des Kölner Domes eingetreten, wo er ab 1845 als Werkmeister tätig wurde. Gleichzeitig mit Friedrich von Schmidt, dem späteren Erbauer des neogotischen Wiener Rathauses, wurde er vom Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner auch zur Bearbeitung der Pläne des Domweiterbaues herangezogen. Statz hatte sich bereits seit dem Jahr 1856 mit dem neogotischen Kirchenerweiterungsbau der alten Pfarrkirche St. Johannes und Paulus im Saarlouis nahe gelegenen Beckingen beschäftigt, wozu ihn der dortige Pfarrer Franz Xaver Leidinger (1810–1890) unter Vermittlung des Trierer Bischofs Wilhelm Arnoldi und des Kölner Generalvikars Johann Anton Friedrich Baudri beauftragt hatte. Nachdem man sich in Beckingen dann aber für den kompletten Neubau einer Pfarrkirche entschieden hatte und der Eisenbahnbauführer R. Vogdt die diesbezüglichen Baupläne (später von Carl Friedrich Müller weitergeführt) unentgeltlich erstellt hatte, wurde die Beauftragung von Statz fallengelassen.[77]

Als ausführenden Bauleiter der Statzschen Pläne in Saarlouis verpflichtete man den Bauunternehmer März aus Saarbrücken. Am 6. April 1884 wurde die feierliche Grundsteinlegung vollzogen. Die Baukosten betrugen etwa 160.000 Mark. Dazu zahlte die Versicherung 37.000 Mark, die Pfarreimitglieder spendeten 33.000 Mark. Durch Umlagen brachte man 90.000 Mark mit 30-jähriger Verzinsung und Amortisation auf. Die barocken Wohnhäuser, die bereits die ursprüngliche Turmfassade flankiert hatten, hatte man beim neogotischen Fassendenbau beibehalten und renoviert.

Der im Jahr 1858 gegründete Gesangverein von Saarlouis konnte im Jahr 1885 durch den Erlös von Konzerten eine neue Glocke, die Josefsglocke, finanzieren. Das Geläute wurde durch weitere Spenden um die Ludwigs-, die Petrus- und die Marienglocke ergänzt. In einem Artikel der liberalen Kölnischen Zeitung vom 30. August 1885 wurde den Verantwortlichen der Pfarrgemeinde und der Stadtverwaltung im bezug auf die Glockenweihfeier vom 23. August 1885 antipreußische und profranzösische Tendenzen vorgeworfen, da die Stadt durch französischsprachige Aufrufe auch Spenden in Frankreich erbeten hatte. Darüber hinaus wurde in der Presse die These vertreten, Saarlouis sei als Stadt und Festung aus einer französischen Sträflingskolonie hervorgegangen, woraufhin sich der Stadtrat genötigt sah, in einer außerordentlichen Sitzung diesem Vorwurf vehement zu entgegenen.[78]

Das Geläute von 1885 fiel später der Einschmelzungsaktion am Ende des Ersten Weltkrieges zum Opfer. Erst im Jahr 1923 konnten neue Glocken angeschafft werden. Die Saarlouiser Schulkinder stifteten die Josefsglocke, die männlichen Pfarrangehörigen die Petrusglocke (13 Zentner), die Jungfrauenvereinigung die Marienglocke (19 Zentner) und Prälat Alexander Subtil die Ludwigsglocke (47 Zentner).[79]

Schon bald nach der Fertigstellung im Jahr 1885 zeigten sich an der Turmfassade Risse, sodass der Saarbrücker Baurat Neufang Restaurierungsmaßnahmen einleiten musste. Der Saarbrücker Bauunternehmer Mertz, der die Maurerarbeiten des Turmes ausgeführt hatte, goss daraufhin das Mauerwerk zum Zweck der Stabilisierung im Inneren mit Flüssigzement aus.[80]

Die zweigeschossig angelegte Fassade ist in eine Arkadenzone und eine Fensterzone gegliedert. Darüber erhebt sich der viergeschossige, sechseckige Kirchturm mit seinem krabbengeschmückten Helm bis zur Spitze der Kreuzblume in einer Höhe von 51 m.[81] Die beiden fassadenflankierenden Wohnhäuser wurden vom Vorgängerbau übernommen. Sie werden von zwei Treppentürmen mit quadratischem Grundriss überragt.

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Wimperggeschmücktes Turmportal mit dem apokalyptischen Lamm im Tympanon

Die Eingangshalle ist in drei große Abschnitte gegliedert. Der Turmeingang ist als mittiger, reich mit Maßwerk gegliederter, wimpergbekrönter Hauptzugang zur Kirche mit einem reliefierten weinrankengeschmücktem Tympanon geschmückt. Im Zentrum des Tympanons erscheint in einem stilisierten Wolkenkranz das triumphierende apokalyptische Lamm Gottes mit Siegesfahne auf dem Buch mit den sieben Siegeln (Offb 5,1 EU). Die Konstellation des Lammes mit den Weinranken bezieht sich auf das Jesuswort im Johannesevangelium (Joh 15,5 EU): „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt reiche Frucht.“ Darüber hinaus kann die Konstellation des Lammes im Bogenfeld und des Portals in Verbindung mit einer weiteren Stelle im Johannesevangelium gebracht werden: „Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden“ (Joh 10,9 EU).

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Seitenportale der Marktfront, neogotisches Kapitell mit Blattmasken

Flankiert wird der Turmeingang von Doppelspitzbögen auf zentralen Säulen mit Blattmasken-Kapitellen, die sich zu den ehemaligen neogotischen Seitenschiffen öffnen. Hinter dieser Vorhallenkonzeption tritt die Abschlusswand des Langhauses zurück. Die Vorhallenfront wird mit dem Langhaus durch die Schrägwände des sechseckigen, strebepfeilerumstandenen Turmes verbunden. Während das Turmuntergeschoss Teil der dreiteiligen Vorhalle ist, verbindet sich das erste Turmgeschoss in seiner Gestaltung mit der Langhausfassade. Die beiden zweibahnigen Spitzbogenfenster mit Vierpass in der Spitze entsprechen im ersten Geschoss formal dem Turmfenster auf gleicher Ebene. Alle drei Fenster weisen die gleiche Höhe auf wie die Blendspitzbögen der Turmschrägwände. Die Langhausfassade wird im ersten Geschoss mit einer Maßwerkbrüstung abgeschlossen. Das zweite Turmgeschoss zeigt in der Mitte ein gerade abschließendes zweibahniges Fenster über dem die Turmuhr angebracht ist. Die Schrägwände sind wie im ersten Turmgeschoss mit Blendspitzbögen gegliedert. Über den neogotischen lanzettenartigen Schallöffnungen des Turmes steigt der sechseckige, krabbenbesetzte Spitzhelm hinter einer Maßwerkbrüstung steil auf.

Der steinerne Turmhelm von St. Ludwig weckt Assoziationen zum ebenfalls steinernen Turmhelm des architektonischen Hauptwerkes von Statz, dem Mariä-Empfängnis-Dom zu Linz. Die Maßwerkgalerie des Vierungsturmes und das Portaltympanon von St. Ludwig weisen Gestaltungsparallelen zur in den Jahren 1980/1981 durch einen Neubaues ersetzten Aachener Marienkirche, die Vinzenz Statz in den Jahren 1859 bis 1863 errichtet hatte.[82] Ebenso verwendet Statz das Motiv des Fassadenturmes auf polygonalem Grundriss mit Spitzhelm bei seinen Kirchen in Braunsrath und Bernshausen. Die Ausführung des Helmes in Stein, die innerhalb der neogotischen Architekturgeschichte des Saarlandes nahezu singulär ist,[83] könnte auf die negative Erfahrung mit dem Brand der ehemaligen verschieferten, hölzernen Barockturmhaube zurückzuführen sein.

Der regelmäßig hexagonale Grundriss des Saarlouiser Turmes ist im Kirchenbau des Architekten Vinzenz Statz unüblich. Sofern er Polygon-Türme entwarf, waren sie üblicherweise oktogonal angelegt. Diese Konzeption war in Saarlouis nicht möglich, da das Müllersche Kirchengebäude bereits vorhanden war und die Fluchtlinie zum Großen Markt hin beizubehalten war. Auf geringem Raum musste ein Turm von adäquater Höhe gebaut werden. Auf achteckigem Grundriss hätte man diesen übermäßig schlank emporführen müssen, was einer ausgewogenen Fassadengestaltung und einer Standsicherheit des Glockenstuhles abträglich gewesen wäre. Eine gewisse architektonische Parallele des hexagonalen Saarlouiser Turmes stellt der Kirchturm der Wiener Pfarrkirche St. Othmar unter den Weißgerbern dar, die in den Jahren 1866 bis 1873 ebenfalls im neogotischen Stil nach den Plänen des Kollegen von Vincenz Statz, Friedrich von Schmidt, errichtet worden war. Darüber hinaus ist hinsichtlich der hexagonalen Turmform von St. Ludwig auch eine Reminiszenz an die Hexagonalität des Vaubanschen Festungsgrundrisses von Saarlouis denkbar.

Die beiden Treppentürme von St. Ludwigs in Saarlouis stehen an der Stelle der früheren barocken Turmflankenhauben. Sie entwickeln sich im Obergeschoss vom Quadrat ins Achteck und schließen mit steinernen Helmen. Interessant ist eine Ähnlichkeit der Frontalsilhouetten von St. Ludwig und dem Kirchenensemble der Mariä-Empfängnis-Basilika (errichtet 1866–1871, Architekt Hippolyte Durand, 1801–1882) mit der vorgelagerten Rosenkranz-Basilika (errichtet 1883–1889, Architekt Leopold Hardy, 1829–1894) in Lourdes, das etwa zur gleichen Zeit wie die Saarlouiser Turmfront vollendet wurde. Eine weitere Parallele hinsichtlich der Dreierkonstellation von spitzem Mittelturm und begleitenden Treppentürmen bietet die Pariser Sainte-Chapelle Ludwigs IX., wobei hier allerdings der Mittelturm als Dachreiter ausgeformt ist.

Die mit Kehle und Wulst fein profilierten Bogengewände der Vorhalle von St. Ludwig, die reichen Maßwerkformen der Brüstungen, die Krabben am Wimperg und am zentralen Turmhelm sowie die Kreuzblumen der drei Turmhelme zitieren den hochgotischen Formenkanon.[84]

Die Turmhalle weist über dem Eingangsportal in einem Rundmedaillon ineinander verschlungene Buchstaben auf, die das Wort „Maria“ ergeben. Darunter befindet sich eine Inschriftenbanderole mit den lateinischen Worten: „SANCTA MARIA DEI GENETRIX INVIOLATA IANUA COELI GLORIOSA AVE“ (dt. Übersetzung: „Heilige Maria, unversehrte Gottesgebärerin, glorreiche Himmelspforte, sei gegrüßt“). Einige Buchstaben der Inschrift sind farblich hervorgehoben und ergeben, als römische Zahlen gedeutet, die Jahreszahl 1883, das Jahr der Grundsteinlegung des neogotischen Turmes.

Aus Anlass des 300-jährigen Gründungsfestes der Stadt Saarlouis im Jahr 1980 wurden Schäden an der Turmfassade, die durch den US-Artilleriebeschuss des Zweiten Weltkrieges entstanden waren, behoben. Die gesamte Fassade wurde gereinigt, schadhafte Sandsteine wurden ausgetauscht.[85]

Planungen zum Bau einer Filialkirche

Im Jahr 1889 war der Festungsstatus von Saarlouis aufgegeben worden und die Stadt konnte sich nun auch ungehindert jenseits des früheren Festungsgürtels ausdehnen. Kurz darauf begannen die Planungen zum Bau einer neuen protestantischen Kirche in Saarlouis, der dann in den Jahren 1904 bis 1906 in den Formen der Neorenaissance verwirklicht werden konnte und mit seinen aus Eicheln der Wittenberger Luthereiche gezogenen Luthereichen ein deutliches Zeichen des Protestantismus preußischer Prägung im traditionell katholischen Saarlouis setzte.

Im Jahr 1897 kauft die Pfarrei St. Ludwig von der Stadt Saarlouis einen Hektar Baugrund an der Ludwigstraße bei den Gartenreihen. Man vermutete, dass sich die Stadt besonders in diesem Gebiet in den Folgejahren ausdehnen würde und der Bau einer zusätzlichen Pfarrkirche nötig werde. Falls es nicht an dieser Stelle zu dieser Entwicklung käme, wollte man den Bauplatz als Tauschobjekt für einen geeigneteren Baugrund einer zweiten katholischen Kirche verwenden.[86]

Zum Bau einer zusätzlichen katholischen Kirche in angedachten Areal kam es in der Folgezeit allerdings nicht.

Baumaßnahmen in der neogotischen Kirche im 20. Jahrhundert

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Seitenaltarbild „Maria mit dem Jesuskind“, Altarschrein verlustig, Bildhauerwerkstätte Marmon (Sigmaringen)
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Seitenaltarbild „Die heilige Familie“, Altarschrein verlustig, Bildhauerwerkstätte Marmon (Sigmaringen)
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Altarflügel mit der Darstellung des Todes des heiligen Josef und der Verheiratung von Josef und Maria, Bildhauerwerkstätte Marmon (Sigmaringen)
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Altarflügel vom Seitenaltar der neogotischen Kirche mit der Verkündigungsszene und der Pietà, Bildhauerwerkstätte Marmon (Sigmaringen)

Im Jahr 1909 erhielt nach einem Wettbewerb um die Gestaltung eines neuen Hochaltares der Künstler Hans Steinlein aus Eltville den Auftrag. Darüber hinaus fertigte Steinlein noch weitere Figuren für die Saarlouiser Kirche. In den 1920er Jahren wurde von Carl Philipp Schilling und dessen Neffen Franz Schilling eine Neuausmalung des Kircheninneren durchgeführt. Das Atelier Schilling (Freiburg im Breisgau) erneuerte die Ausmalung der Kirche im Jahr 1937.[87] In der Amtszeit von Pfarrer Heinrich Unkel wurde im Jahr 1936 mit einer durchgreifenden Renovierung des neogotischen Sakralbaues begonnen. Eine Heizungsanlage wurde eingebaut und die neogotische Fensterverglasung gegen hellere Fenster der Trierer Firma Binsfeld ersetzt. Ebenso wurde die neogotische Ornamentalbemalung entfernt und das Kircheninnere erhielt einen helleren Farbanstrich.

Bei der Umgestaltungsaktion wurden die bisherigen Seitenaltäre entfernt und im Jahr 1937 durch neue kleine neogotische Altäre (Josefsaltar, Marienaltar) der Kunstwerkstätte Marmon in Sigmaringen ersetzt. Das Trierer Generalvikariat meinte hinsichtlich der Entwürfe:[88]

„Bezüglich der stilistischen Gestaltung der Seitenaltäre müssen wir den Versuch, in irgendeinem mittelalterlichen Stil zu arbeiten, als aussichtslos ablehnen.“

Trotz der ablehnenden Haltung aus Trier wurden die Altäre in Sigmaringen gefertigt und in Saarlouis aufgestellt. Die Einzelteile der Marmonschen Altäre sind noch in der Kirche vorhanden. Der Zusammenhang des Aufbaues ging aber durch die aktuelle Aufstellung verloren.

Die Teilbestuhlung der Kirche wurde von der Firma Mettler in Morbach komplett durch Kirchenbänke ersetzt. Die Kanzel, die bisher etwa in der Mitte des Kirchenschiffes an einem Pfeiler angebracht war, versetzte man an den dem Altar nächstgelegenen Pfeiler des Kirchenschiffes, um eine bessere Sichtbarkeit und Hörbarkeit des Predigers zu erlangen. Das Geläut wurde verändert. Durch die Trierer Orgelbaufirmen Sebaldt und Brand wurde die Orgel von 25 auf 44 Register erweitert. Die Renovierungsmaßnahme wurde im Jahr 1937 abgeschlossen.[89]

NS-Zeit und Zweiter Weltkrieg

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Votiv-Christus, gestiftet aus Anlass der überstandenen ersten Evakuierung der Stadt Saarlouis im Zweiten Weltkrieg

Die kirchenfeindlichen Maßnahmen des NS-Regimes begannen unmittelbar nach der Volksabstimmung vom 13. Januar 1935 im Saargebiet. Von Seiten der neuen Machthaber wurde zunächst Protest laut gegen die in den neuen Kirchenfenstern und auf dem Hochaltar von Hans Steinlein neu angebrachten griechischen Christusmonogramme (), die als Konkurrenzzeichen zum allgegenwärtigen Hakenkreuz verstanden wurde. Schließlich wurden die Fenster durch NSDAP-Mitglieder mit Steinen eingeworfen. Nach längeren Verhandlungen mit Gauleiter Josef Bürckel wurden die Schäden auf Parteikosten behoben.[90]

Den Großen Markt vor der Kirche hatte man im Jahr 1937 durch die Baufirma Kronenberger aus Beaumarais komplett mit großformatigen Betonplatten belegen lassen. Am 18. Dezember 1936 hatte die Saarlouiser Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen, ihm den neuen Namen Adolf-Hitler-Platz gegeben. Bereits am 13. Januar 1936, dem ersten Jahrestag der Saarabstimmung von 1935, hatte man den Name der Stadt Saarlouis in Saarlautern abgeändert.[91]

Das katholische Vereinshaus wurde durch NSDAP-Organe beschlagnahmt und die katholischen Vereine unterdrückt.[92] Infolge der Abschaffung der katholischen Bekenntnisschulen durch die sogenannte „Deutsche Gemeinschaftsschule“ in den Jahren 1937/1938 wurden in St. Ludwig, wie überall im Bistum Trier, auf Anweisung des Trierer Bischofs Franz Rudolf Bornewasser an Ostersonntag 1938 die Glocken nicht geläutet. Dem Klerus von St. Ludwig wurde der Zutritt zu Schulgebäuden verweigert, sodass man seitens der Pfarrei Seelsorgestunden am Nachmittag für die Schuljugend anbot.

Die Volksmission im November 1937 durch drei Jesuitenpatres wurde durch die NSDAP gestört, indem man Schilder mit der Aufschrift „Maul- und Klauenseuche“ an der Kirche anbrachte.[93]

Die Evakuierung der Kirchengemeinde St. Ludwig erfolgte mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im September 1939. Bergungsorte waren verschiedene Städte und Gemeinden in Mitteldeutschland, so z. B. Meiningen im Süden Thüringens. Der Saarlouiser Pfarrklerus wurde nach Bad Langensalza, Mühlhausen/Thüringen und Dessau evakuiert. Dechant Heinrich Unkel brachte dabei das barocke vergoldete Abendmahlsrelief im Jahr 1939 aus Sicherheitsgründen nach Münstermaifeld in das Turmgewölbe der Stiftskirche Stiftskirche St. Martin und St. Severus.[94]

Erst im Jahr 1940 kehrten die Saarlouiser nach dem Ende des Frankreichfeldzug in die entvölkerte Stadt zurück. Das Pfarrhaus war zu Kriegsbeginn durch die meteorologische Station der Artillerie, danach durch den Bund Deutscher Mädel beschlagnahmt worden und wurde der Pfarrei erst nach zermürbenden Verhandlungen zurückgegeben.[95] Aus Anlass der glücklichen Heimkehr wurde im Jahr 1940 eine hölzerne Christusfigur als Votivgabe gestiftet und durch den in Koblenz tätigen Bildhauer Wilhelm Tophinke, der von seiner Ausbildung her der Wiedenbrücker Schule entstammte, geschaffen. Die Aufstellung der Figur erfolgte im Jahr 1941.

In der Folgezeit wurde der Kirchengemeinde verboten, die Glocken zu läuten, die Fronleichnamsprozessionen wurden behindert oder verboten, das Pfarrhaus durchsucht, Gottesdienste nach nächtlichem Fliegeralarm untersagt. Weitere Maßnahmen waren ein Verbot der kirchlichen Beflaggung sowie ein Verbot der Verlesung von Gefallenenlisten im Gottesdienst, welches mit Hetze gegen Pfarrer Unkel in der Presse unter dem Schlagwort des Versuches der Wehrkraftzersetzung begleitet wurde.

Der Artilleriebeschuss der Stadt begann in der Nacht zum 29. November 1944. Dabei wurden die Kirchenfenster zerstört und ein Seitenschiff von einer Granate getroffen. Während der Beschusszeit durch die US-Artillerie floh der Großteil der Bevölkerung aus der Stadt. Bei Kriegsende war das Kreuzgratgewölbe über der Empore eingestürzt. Dabei war die Orgel völlig zerstört worden. Der Hochaltar hatte erhebliche Beschädigungen erlitten und die Sakristei war nicht mehr zu gebrauchen.

Behebung der Kriegsschäden

Mitten in der Wiederaufbauphase überflutete ein verheerendes Hochwasser in den letzten Dezembertagen des Jahres 1947 die ohnehin schwer getroffene Stadt. Die zahlreichen Trümmer von Brücken, die in den letzten Kriegstagen von deutschen Truppen zur Behinderung der vorrückenden alliierten Truppen gesprengt worden waren, ließen die Flüsse in der ganzen Region mit Macht über die Ufer treten. In der Nacht zum 29. Dezember 1947 strömten die Wasser der Saar mit solcher Schnelligkeit in das Kircheninnere, dass trotz des beherzten Einsatzes von Pfarrangehörigen viele Ausstattungsgegenstände der Kirche nicht mehr geborgen werden konnten. Die Flut wich erst am Silvestermorgen und hinterließ eine dicke Schlammschicht in der Kirche, die durch den Einsatz von Feuerwehrspritzen aus der Kirche befördert werden musste.

Das Atelier Schilling (Freiburg im Breisgau), das bereits in den 1920er und 1930er Jahren die Kirche ausgemalt hatte, erneuerte die Ausmalung der Kirche ebenso am Ende der 1940er Jahre.[96]

Die beiden Ölgemäldes von Dupuy, die Ludwig XIV. der Pfarrei geschenkt hatte, waren im Zweiten Weltkrieg zerschnitten worden und wurden von Ernst Sonnet aus Güdingen wieder restauriert. Die goldene Altarpredella wurde als Antependium des neogotischen Hochaltares verwendet.[97]

Erst im Jahr 1957 konnte man eine neue Orgel mit 45 Registern in der renovierten Kirche einbauen. Durch Schenkung der Stadt wurde eine neue, nun elektrisch betriebene Turmuhr angeschafft, deren Wartung ab diesem Zeitpunkt der Pfarrgemeinde oblag. Vorher hatte sich die Kirchturmuhr im Besitz der Zivilgemeinde befunden und war von ihr auch gewartet worden.[98]

Im Jahr 1958 konnte man das im Zweiten Weltkrieg nach Münstermaifeld verbrachte barocke Abendmahlsrelief restaurieren. Es wurde im Rahmen einer Feierstunde am Vorabend des Fronleichnamsfestes wieder in der Kirche angebracht.[99]

Neubau des Kirchenschiffes durch Gottfried Böhm

Bauschäden und baupolizeiliche Schließung

Durch eine Absenkung des Grundwasserspiegels in der Saarlouiser Innenstadt wurde auch das zweite, neogotische Kirchenschiff instabil. Zur Verhinderung des Herunterfallens von Mauerwerksteilen musste die Kirche durch das Aufstellen von Gerüsten im Inneren gesichert werden. Dadurch war der Innenraum nur noch im linken Teil für den Gottesdienst benutzbar. Bei Grabungsarbeiten an den Fundamenten, die der Sicherung dienen sollten, fand man in einer Tiefe von einem halben Meter menschliche Gebeine. Allein in den Jahren zwischen 1685 und 1700 hatte man 149 Menschen im Boden des Kirchenschiffes zur letzten Ruhe gebettet. Bei weiteren Sicherungsarbeiten wurden immer größere Senkungsschäden konstatiert. Im Jahr 1963 musste die Kirche baupolizeilich geschlossen werden, sodass die heilige Messe ab diesem Zeitpunkt vorübergehend in der evangelischen Kirche von Saarlouis gefeiert wurde. Zur gleichen Zeit stellte die Stadt für die Errichtung einer Notkirche den Zeughausplatz zur Verfügung. Die Notkirche wurde am 17. Februar 1964 eingeweiht.

Abrissverfügung

Am 20. Januar 1964 teilte die Pfarrverwaltung der bestürzten Gemeinde St. Ludwig mit, dass die bisherige Kirche abgerissen werden müsse und an deren Stelle ein neues Sakralbauwerk erstellt werden sollte. Der amtierende Pfarrer an St. Ludwig, Dechant Walter Helmes (Amtszeit: 1963–1973), war ein überzeugte Verfechter einer radikal-modernen Baukonzeption. Eigentlich wollte man zunächst die ganze neogotische Kirche mitsamt der statisch vollkommen gesicherten Turmfront abbrechen, doch der saarländische Landeskonservator Reinhard Schindler legte in Zusammenarbeit mit Martin Klewitz dagegen sein Veto ein.[100] Am 6. Januar 1965 begannen die Abrissarbeiten am neogotischen Kirchenschiff durch die Beckinger Firma Maurer. Die Fassade von Vinzenz Statz sollte erhalten bleiben. Die Ausstattungsstücke und Gedenksteine waren vor dem Abriss weitgehend geborgen worden.

Die barocken Statuen der Apostelfürsten Petrus und Paulus, die ursprünglich in den Fassadennischen der ersten Pfarrkirche gestanden hatten, und nach dem Brand des Turmes am 7. August 1880 in den Pfarrgarten (heute Dechant-Unkel-Platz hinter der Kirche), dann unter Überdachungen an der Außenwand der neogotischen Apsis gestellt worden waren, wurden im Jahr 1965 wieder provisorisch in den Pfarrgarten verbracht. Sie entgingen nur durch das beherzte Eingreifen eines Pfarreimitgliedes der Zerstörung.[101]

Fund des Herzens des Thomas de Choisy

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Herzurnengrab des Thomas de Choisy, moderne Platte mit der französischen Inschrift „Ici repose le Coeur du General Thomas de Choisy, premier Gouverneur de Sarrelouis 1679–1710“, Übersetzung: „Hier ruht das Herz des Generals Thomas de Choisy, erster Gouverneur von Saarlouis 1679–1710“, Bildhauerarbeit in rötlichem Marmor des Ihner Künstlers Oswald Hiery
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Bleitafel über der Herzkapsel von Thomas de Choisy aus der neogotischen Kirche, wiedergefunden 1965 beim Abriss des Kirchenschiffes

Bei den Abrissarbeiten kam Anfang Februar 1965 zu einem Skandal in der Stadt, als eine Baggerschaufel den Teil des Kirchenmauerwerkes einriss, in dem die herzförmige Bleikapsel mit dem Herz des ersten Saarlouiser Festungsgouverneurs[102] Thomas de Choisy eingelassen war, und dabei die bleierne Umhüllung beschädigte. Das Herz und seine übrigen Eingeweide waren am 26. Februar 1710 auf Choisys persönlichen Wunsch hin unmittelbar nach seinem Hinscheiden im Alter von 78 Jahren in der Pfarrkirche neben dem Muttergottesaltar eingemauert worden, um seine innere Verbundenheit mit seinem beruflichen Wirkungsort zu dokumentieren, während die übrigen sterblichen Überreste in die Familiengruft nach Moigneville überführt wurden. Beim neogotischen Neubau der Kirche hatte man die Kapsel unter dem Hochaltar wieder beigesetzt.[103] Stadtarchivar Anton Delges hatte bereits einige Zeit vor den Abrissarbeiten des Jahres 1965 im Dezember 1964 unter den Stufen des Hochaltares nach dem Begräbnisort des Herzens gesucht. Da er nicht fündig geworden war, hatte er die Abrissfirma dringend darauf hingewiesen, jeglichen historischen Fund unverzüglich zu melden.

Als der Bagger eine Woche später eine bleierne, in lateinischer Sprache verfasste Inschriftentafel zu Tage förderte und der Chef des Beckinger Abrissunternehmens Maurer diese in seinen persönlichen Besitz bringen wollte, indem er sie in seinem Privatwagen verstaute, war er dabei von aufmerksamen Saarlouiser Passanten beobacht und diesbezüglich zur Rede gestellt worden. Darüber kam es zu einem heftigen Streit zwischen den Kontrahenten, der von den aufgebrachten Passanten und Anwohnern umgehend dem Saarlouiser Oberbürgermeister Hubert Schreiner gemeldet wurde. Unterdessen gingen die Abrissarbeiten weiter und förderten als weiteren unvorhergesehenen Fund eine etwa 100 × 60 cm steinerne Inschriftentafel zu Tage und schließlich auch den Stein, der die bleierne Herzkapsel des Gouverneurs barg. Dabei zerbrach der Stein in zwei Hälften, die Bleikapsel wurde aufgeschlitzt und die Konservierungsflüssigkeit des Herzens lief aus. Dennoch verstaute der Beckinger Abrissunternehmer den Herzmuskel in seinem Auto. Auch auf die Aufforderung des zum Ort des Geschehens geeilten Vertreters des Oberbürgermeisters hin, wollte der Bauunternehmer das Herz nicht herausgeben und pochte auf das Recht, dass ihm jeglicher Abraum des abzubrechenden neogotischen Kirchenbaues eigentümlich gehöre. Daraufhin verfügte der Saarlouiser Oberbürgermeister Kraft seines Amtes, dass das Herz des Thomas des Choisy ohne Zeitverlust in das städtische Krankenhaus zu bringen sei und dort zusammen mit der Kapsel durch einen Arzt im Operationssaal in eine neue Konservierungsflüssigkeit zu legen sei. Bei der ärztlichen Begutachtung der in Mitleidenschaft gezogenen Bleikapsel kam man allerdings zu der Feststellung, dass das Herz Choisys selbst unversehrt geblieben war. Alle weiteren Abrissarbeiten wurden sofort per Amtserlass eingestellt und die Baustelle durch städtische Angestellte unter Bewachung gestellt, da man vermutete, dass noch weitere historische Funde durch den Bauunternehmer entwendet werden könnten. Die aufgerissene Bleikapsel mit dem Herzen wurde unter ärztlicher Aufsicht in eine neuangefertigte größeren Bleiumhüllung eingelassen, mit Präparierungsflüssigkeit aufgegossen, eingeschweißt und im Panzerschrank des Rathauses verwahrt. Die neue Bleihülle wurde durch einen Goldschmiedemeister mit der Inschrift versehen: „Herz des Comte Thomas de Choisy, Marquis des Moigeville, 1632–1710“. Bis zur Einlassung in der neuerrichteten Kirche verblieb das Herz im städtischen Panzerschrank. Der Vorfall rief sowohl in der Pfarrgemeinde als auch in der Stadt Saarlouis starke Aufregung hervor, die auch im Zusammenhang mit den innerkirchlichen Umbrüchen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil zu deuten ist.[104]

Ursprünglich hatte sich das Herz des Thomas de Choisy in der barocken Kirche unter einem steinernen Bildwerk des Gouverneurs in der Wand der Kirche befunden. Choisy war dabei in Militärtracht in knieender Gebetshaltung und mit gefalteten Händen dargestellt gewesen.[105] Das Bildrelief Choisys wurde vermutlich während der Französischen Revolution weggemeißelt.[106]

Die Inschrift der Bleitafel über der Herzkapsel von Thomas de Choisy lautet in deutscher Übertragung der lateinischen Inschrift:

„Zu Ehren des heiligen Königs Ludwig und des heiligen Apostels Petrus. Im Jahre des Heiles 1866, im zwanzigsten Jahr des Pontifikates des Papstes Pius IX., unter dem Bischof von Trier Leopold, unter dem Pfarrer Hecking, Dechant und Ehrendomherr, und den Kirchenvorstandsmitgliedern Dimel, Hesse, Koch, Donnevert und Stein, unter dem erhabenen König Wilhelm I., unter dem Landrat Herrn von Selasinsky, unter dem Bürgermeister Trablé und dem Beigeordneten Leroy und Favier ist diese neue Kirche zum Heile der Pfarrangehörigen auf den Fundamenten der alten Kirche unter Beibehaltung des früheren Turmes wiedererrichtet worden. Die Leitung hatte der Architekt C. Müller. Unter diesem Stein ruht das Herz des Grafen Choisy, einst Stadt- und Festungskommandant, der damals den Grundstein der ersten Kirche legte. Alles zur größeren Ehre Gottes.“

Bau der modernen Kirche

Bild anzeigen
Blick auf die aluminiumverkleidete Dachkonstruktion Gottfried Böhms
Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Grundstein des Kirchenneubaues

Zur Erlangung eines neuen Kirchengebäudes war ein Wettbewerb ausgeschrieben worden. Am 31. Januar 1965 hatten fünf Architekten ihre Zeichnungen und Modelle eingesandt. Den Vorsitz des Preisgerichtes hatte Heinrich Latz. Als Sieger aus diesem Wettbewerb ging am 9. Februar 1965 der Architekt Gottfried Böhm (Köln-Marienburg) hervor. Die weiteren Preisträger waren:[107]

  • 2. Preis: Albert Dietz (Saarbrücken)
  • 3. Preis: Konny Schmitz (Dillingen)
  • 4. Preis: Karl Peter Böhr (Trier)
  • 5. Preis: Karl Hanus (Saarlouis)

Gottfried Böhm erläuterte seinen Wettbewerbsbeitrag folgendermaßen:[108]

„Die neugotische Fassade mit dem Turm der Ludwigskirche in Saarlouis ist in ihrem Maßstab so gut und für den Marktplatz von solcher Wichtigkeit, daß sie ohne größere Änderungen erhalten bleiben sollte. Es ist jedoch nicht möglich, die Fassade allein bestehen zu lassen und den Baukörper der Kirche getrennt von ihr zu errichten. Vielmehr verlangt der Giebel eine räumliche Fortsetzung. Dadurch ergibt sich, dass die Ausmaße der Kirche in ähnlicher Größe wie bei der alten Kirche beibehalten werden. Abgesehen davon erscheint es auch notwendig, daß eine Stadt wie Saarlouis eine Stadtkirche behält, d. h. eine Kirche, die über das normale Maß einer Pfarrkirche hinausgeht und die auch für besondere Anlässe ein größeres Fassungsvermögen besitzt.

Um nun für den normalen Gebrauch die Kirche nicht übergroß erscheinen zu lassen und die Gemeinde um den Altar zusammenzuhalten, schlägt der Verfasser vor, eine Art Vorhalle dem Hauptraum vorzulagern, in der auch die Aufnahme in die Kirche durch die Taufe vollzogen wird.

Diese Vorhalle oder Taufhalle ist zum Hauptraum hin weit geöffnet und nur durch die Orgel- und Sängerempore sowie durch die Art der Wand- und Gewölbeführung von diesem getrennt. Der Blick aus dieser Vorhalle unter der Empore her und um die freistehende Orgel herum geht in den Hauptraum, der in Grund- und Aufriß reicher gegliedert ist. Entsprechend der Grundrissform des Hauptraumes ist auch dessen Aufriß reicher gegliedert und die Giebelform, die die Decke der Vorhalle bestimmt, wird dort umgesetzt in ein Faltwerk, das sich nach vorne steigert und über Hauptaltar, Sakramentsaltar und der Stelle der Wortverkündigung ausklingt. Die Sänger sollen auf der Empore seitlich der Orgel stehen, ziemlich mitten im Gesamtraum und ebenso gleichsam die Antwort für das gesamte Volk.“

Seit Juni 1967 war die niederländische Tiefbaufirma De Waal mit den Fundamentierungsarbeiten (Pfahlgründungen) zum neuen Kirchenbau Böhms beschäftigt. Dabei führte man 45 Stahlrohre mit einem Durchmesser von 32 bis 75 cm Durchmesser bis zu einer Tiefe von 10 m auf eine tragfähige Gesteinsschicht aus Saarkies herab, armierte sie und goss sie mit Beton aus. Die schmäleren Rohre sollten eine Tragfähigkeit von 35 Tonnen, die größeren Rohre eine Tragfähigkeit von 200 Tonnen haben. Auch der neogotische Turm wurde bei den Fundamentierungsarbeiten mit neuen Gründungen versehen. Die bisherigen hatten nur bis 4 m unter dem Bodenniveau gelegen.[109] Bei den Ausschachtungsarbeiten im Bereich des Kirchenschiffes stieß man auf zahlreiche Gebeine, die man wieder unter der neuen Kirche beisetzte. In den vorangegangenen Jahrhunderten hatte man die Verstorbenen der Stadt Saarlouis in Leinentücher gewickelt und in den Grablegen im Kircheninnenraum mit Kalk zugedeckt.

Am 24. Juli 1967 begannen die Arbeiten zum Neubau der Kirche durch das Fraulauterner Bauunternehmen Hans Hanus. Verantwortlicher für die Bauleitung und die Bauausschreibung war der Saarlouiser Architekt Klaus Hoffmann. Das Baubüro richtete man im alten Pfarrhaus hinter der Kirche (heute Dechant-Unkel-Platz) ein. Anfang Juli 1969 feierte man das Richtfest des neuen Kirchenbaues. Beim Richtfest meinte Bauherr Dechant Helmes affirmativ:[110]

„Wir hatten den Mut gehabt, eine solch große Kirche an dieser Stelle zu bauen. Ich meine, wir sollten uns selber zu diesem Mut beglückwünschen.“

Am 30. August 1969 wurde durch Regionaldekan Josef Goergen (1904–1995) der Grundstein der neuen Kirche gelegt. Beim Bau der Kirche war es zu keinem Unfall gekommen. Die feierliche Einweihungsfeier fand am 29. August 1970, 1m 700. Todesjahr des heiligen Ludwig statt.[111]

Oberbaurat Alois Peitz vom Diözesanbauamt des Bistums Trier nahm im Rahmen der kirchlichen Feier Stellung zur vehement geäußerten Kritik am Böhmschen Bauwerk und verteidigte die Kosten von ca. 2 Millionen DM:[112]

„Die Pfarrei hat allen Grund, sich über die neue Kirche zu freuen, die sich durch Vielfalt und Differenziertheit des Baukörpers, durch die Geschlossenheit ihres Innenraumes und die Vorkirche auszeichnet, die unmittelbar an den Großen Markt angrenzt und damit an die Welt das Angebot zur Einkehr richtet. (…) In einer pluralistischen Gesellschaft haben alle das gleiche Recht. Von allen Versammlungsräumen sind die Kirchenbauten die preisgünstigsten. Die Kongresshalle Saarbrücken hat mehr als das Sechsfache der neuen Ludwigskirche gekostet.“

Weiter erklärte Peitz in seiner Ansprache am 29. August 1970:[113]

„Wie ist diese Bauwerk nun zu verstehen, aufzufassen und zu erklären? Als Architekt bin ich nüchtern genug, um kein Programm, keine Idee in dieses Gebäude hinein zu interpretieren, denn ich weiß, so fängt Prof. Böhm nicht an. Ich will mich ganz einfach freuen mit Ihnen an dem gelungenen Werk und drei Erscheinungsformen besonders erwähnen, die mir auffällig sind und wesentlich erscheinen:

1) Die Vielfalt und Differenzierung des Baukörpers im Äußeren und des Raumes im Inneren. Anstelle strenger Geometrie ist hier das freie Spiel der Kräfte getreten, anstelle einer ablesbaren Statik und Dynamik, und dennoch zeigt sich uns ein einheitliches Ganzes ohne Chaos. Ist eine solche Architekturform nicht Dokumentation unserer Situation? Wir sind keine uniformierte gleichgerichtete und gleichartige Gesellschaft. Wir sind keine Pfarrgemeinde mehr, die in Reih und Glied hinter ihrem Pfarrer steht. Wir betonen die Persönlichkeit des Einzelnen, die Mündigkeit, die Eigenverantwortlichkeit – eine Einheit in der Vielfalt.

2) Die Geschlossenheit, fast zentrierende Wirkung des Gebäudes. Obwohl auf den Fundamenten einer längsgerichteten Anlage errichtet, konzentriert sich dieses Gebäude um den Altar, ist – so scheint es – aus ihm abgeleitet und führt zu ihm hin. Die äußere Hülle ist nichts anderes als der bergende Raum, als Stätte des Mysteriums der Menschwerdung Gottes. Der Raum schafft Voraussetzung zur Versammlung der Gemeinde um diesen Altar, wirkt hinführend und deutend zugleich.

3) Die Vorkirche mit Sakramentsbereich, unmittelbar am Marktplatz gelegen, als ständiges Angebot des Verweilens, des Luftholens. Die Betriebsamkeit, der zwingene Ablauf unseres Alltags, die technisierte Umwelt lassen oft genug eine Sehnsucht in uns wach werden nach einer Insel der Ruhe, nach einem „etwas ganz anderem“. Oft genug möchten wir abspringen. Das Gammeln unserer Tage ist ein Zeichen für diese Flucht und Sehnsucht. Hier entsteht ein Vakuum, das für die Kirche eine Chance sein kann. Nutzen Sie mit diesem Bau und dieser Vorkirche diese Chance und geben Sie mit der ständig geöffneten Vorhalle, mit dem unmittelbar an der Straße und am Markt gelegenen Sakramentsbereich ein Angebot, ein Zeichen für die andern.“

Die eigentliche Konsekration feierte man allerdings erst 33 Jahre nach der Fertigstellung des Böhmschen Betonbaues am 24. August 2003. Die feierliche Weihe vollzog der Trierer Weihbischof Leo Schwarz. Dabei ließ man im Zelebrationsaltar eine Kreuzreliquie, Reliquien der Trierer Märtyrer der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian, des seligen Paters Peter Friedhofen sowie der seligen Schwester Blandine Merten ein.[114] Die Konsekration hatte man im Jahr 1970 unterlassen, da man im damaligen nachkonziliaren Geist die neuerbaute Kirche eher als Versammlungsort der Gemeinde und nicht als sakralen Kultraum verstanden wissen wollte. Die 300-Jahr-Feier der Pfarrei beging man im Jahr 1985.

Böhms Entwurf für Saarlouis, den er in den Jahren 1965 bis 1970 verwirklichen konnte, weist zahlreiche Ähnlichkeiten mit seinem Entwurf für die Wallfahrtskirche Maria, Königin des Friedens in Neviges auf, der im Jahr 1968 entwickelt worden war. Beide Kirchen, Saarlouis und Neviges, gehören in die Reihe der Faltwerkskonstruktionen Böhms, die wie monumentale kristalline Monolithen anmuten: (1956–1960: Pfarrkirche St. Maria (Fatima Friedenskirche) in Kassel-Bad Wilhelmshöhe, 1958–1966: Katholische Universitätsklinik-Kirche St. Johannes der Täufer in Köln-Lindenthal, 1960–1967: St. Gertrud (Köln) in Neustadt-Nord (Köln)), 1968–1970: Christi Auferstehung (Lindenthal) im Kölner Stadtteil Lindenthal, 1967–1969: Alfter-Impekoven, Kath. Kirche St. Mariä Heimsuchung.

In Saarlouis blieb die denkmalgeschützte neogotische Turmfassade von Vincenz Statz erhalten. Böhm schuf als neues Kirchenschiff eine große Skulptur in Beton, die in den Stadtraum hinein nur durch ihre sich auftürmende Dachlandschaft wirkt. Auf unregelmäßigem, winkligem Grundriss ragt ein kristallin gebrochener Baukörper von 46 m Länge und 26 m Breite auf. Das Kirchenschiff erreicht im Inneren eine maximale Höhe von 24,5 m. Der Rauminhalt entspricht 17.700 Kubikmetern. Die Kirche bietet Platz für 600 Personen.[115]

Der sich an den Grundriss der Vorgängerbauten spielerisch anlehnende Innenraum mit seinen steil aufsteigenden, hochrechteckig segmentierten rohen Betonwänden spiegelt die äußere Gestalt als Negativform wider. Decken und einzelne Wandflächen sind aus gestalterischen und akustischen Gründen durch eine Lochrasterung abgesetzt. In der Höhe formen sich, aus der Wand heraustretend, Winkeln und Kanten, kubenartige Austritte und Einschnitte. Die wuchtig hervortretenden Gewölbeansätze aus kubischem Faltwerk leiten gestalterisch zur flach schließenden lochgerasterten Raumdecke über. Wände und Decke bilden eine untrennbare, plastisch gestaltete Einheit. In seiner radikalen Vertikalität ist der Raum von hochgotischem Geist inspiriert und erweckt den Eindruck einer massiv abstrahierten, modernen Sainte-Chapelle in wuchtigen Betonformen. Der Kirchenraum wurde ursprünglich durch die in den Wänden lukenartig verteilten, klarverglasten Hochrechteckfenster in mystisch verschattete und hell erleuchtete Zonen unterteilt, die dem Kirchenraum etwas Geheimnisvolles gaben. Im Bereich des Kirchenraumes, wo sich früher die Querschiffe befanden, sind die Fenster in der unmittelbaren Augenzone des Betrachters zu Lichtzeilen gereiht. Die Fensternischen führen dem Kirchenbesucher die Mächtigkeit der Kirchenwände vor Augen. Diese von Böhm bewusst inszenierten Lichteffekte gingen durch die sukzessive figürliche Buntverglasung in glühenden Farben durch Ernst Alt ab den 1980er Jahren Stück für Stück verloren.

In einem Schreiben vom 12. Februar 2001[116] äußert sich Gottfried Böhm zur Verglasung durch Ernst Alt folgendermaßen:

„Die Fenster fand ich zunächst arg schwülstig, aber nach längerem Betrachten haben vielleicht auch diese etwas, was, wenn man es nicht so detailliert sieht, in den Raum paßt. (…) Ich hatte mir da natürlich etwas andere Fenster vorgestellt.“

Die geschlossene Rückwand der kolossalen Orgelempore steht frei im Raum und bildet quasi einen Lettner, der den Eingangsbereich vom Bereich des gottesdienstlichen Geschehens trennt. Der vom Großen Markt her Eintretende sieht im linken Bereich der Rückwand des Orgellettners eine Marienikone in metallener Rahmung angebracht, die von zahlreichen Votivkerzen mystisch umflackert wird, sodass im halbdunklen Dämmerlicht eine intime Wirkung erzielt wird, die Ruhe und Abstand vom hektischen Treiben des urbanen Geschehens vermittelt. Der vom Eingang aus betrachtet rechte Stützpfeiler des Orgellettners ist von einer verglasten Nische für das Totenbuch der Gemeinde durchbrochen. Ebenso existiert eine Nische für eine Totenleuchte.

Der Besucher schreitet entweder am Orgellettner vorbei oder bewegt sich durch zwei niedrige Durchgänge in den eigentlichen Sakralbereich mit gewaltiger, höhlenartiger Wirkung. So wird der Blick frei zur Chornische, die den in den 1980er Jahren wieder aufgestellten, prachtvollen neogotischen Hochaltar aus dem Vorgängerbau aufnimmt. Diesen Passage-Effekt mittelalterlicher Lettnerkirchen plante Böhm bewusst ein. Der Wegecharakter des Sakralraumes wurde durch Lampen, die Straßenlaternen mit jeweils drei Lampenschirmen an gebogenen Auslegern nachempfunden sind, zusätzlich betont. Sie sollten den profanen Stadtraum mit seinem Marktgeschehen und den sakralen Kirchenraum miteinander verbinden und gleich Leuchttürmen den Weg des Gläubigen zur Altarinsel als dem Zentrum des Gesamtbaues erhellen. Die „Straßenlaternen“ wurden aufgrund von Materialermüdung später zu „Lichtrohrmasten“ umgebaut und verändern jetzt den ursprünglichen Raumgedanken Gottfried Böhms. Der Grundgedanke des Umbaues des Beleuchtungskonzeptes war, dass man durch die Lichtrohrmasten sowohl nach oben die Gewölbe als auch nach unten den Bereich der Kirchenbesucher dimmbar bestrahlen kann. In seinem Schreiben vom 12. Februar 2001[117] äußert sich Gottfried Böhm zur neuen Beleuchtungskonzeption folgendermaßen:

„Gar nicht gut finde ich die neuen Beleuchtungskörper, da waren doch die alten sehr viel schöner. Ich weiß nicht, warum man die geändert hat. Vielleicht war der Grund dafür, daß es nicht genügend nach oben beleuchtet war, dies jedoch war eingentlich Absicht, weil ich meine, daß die künstliche Belichtung des Raumes eine ganz andere, eben nur nach unten gerichtete, sein sollte, und der Raum ruhig etwas im Dämmerlicht bleiben sollte.“

Auf der Altarinsel vor dem Hochaltar befindet sich der Zelebrationsaltar, um den sich die feiernde Gemeinde im Sinne der nachkonziliaren Idee der „Circumstantes“ scharen sollte.[118] Im Altarraum wurde die Bleikapsel mit dem Herzen des Thomas de Choisy, dem ersten Gouverneur der Festungsstadt Saarlouis, die sich schon in den beiden früheren Kirche befunden hatte, am 19. März 1971 wieder beigesetzt.[119] Am 26. August 1973 stellte man in der Vorhalle der neuen Kirche links und rechts des Turmportals die beiden barocken Statuen der Apostelfürsten Petrus und Paulus aus den Fassadennischen der früheren barocken Kirche des 17. Jahrhunderts auf. Die Statuen aus dem Jahr 1685 stammten aus einer Trierer Werkstatt, die auch zahlreiche Skulpturen für die Trierer Klosterkirche der Reichsabtei St. Maximin gefertigt hatte.[120]

Im Gegensatz zu den rohen Betonwänden, die noch die technischen Spuren der Schalung und Schüttung dokumentieren, ist der Fußboden ganz mit quadratischen roten Tonplatten belegt, die dem Besucher ein Gefühl von ruraler Natürlichkeit und erdverbundener Wärme vermitteln wollen. Die Postamente und die Altarinsel mit dem Altarblock sind in derselben Art und Weise gestaltet und vermitteln den Eindruck, sie wüchsen geradezu aus dem Boden heraus.

Ausmaße
  • Länge der neogotischen Turmhalle von Tür zu Tür: 5,70 m
  • Länge der Vorhalle bis zur Orgelempore: 7,70 m
  • Länge des Schiffes von der Empore bis zur Apis: 38,20 m
  • Länge der Kirche von der Innenseite des Turmportals bis zur Apsis: 51,60 m
  • Maximale Breite: 23,40 m
  • Maximale Gewölbehöhe: 23,00 m

Pfarrhaus

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), aktuelles Pfarrhaus in der Kavalleriestraße gegenüber dem ursprünglichen barocken Pfarrhaus in der Friedensstraße (heute Dechant-Unkel-Platz)

Die ersten Augustiner-Rekollektenpatres, die am 13. November 1683 die Seelsorge in Saarlouis übernommen hatten, wohnten zunächst bis zum Jahr 1684 auf Einladung von Festungsgouverneur Thomas de Choisy in der Kommandantur. Nach einem Provisorium in der Grünebaumstraße in der Kavalleriekaserne[121] bezogen sie am 21. April 1686 das Pfarrhaus hinter der Kirche, dessen Grundstein am 16. April 1885 gelegt worden war. Bis zur Französischen Revolution hatte der Orden hier seine Niederlassung.[122] Das ursprüngliche Pfarrhaus mit Pfarrgarten befand sich bis in die 1960er Jahre auf dem heutigen Dechant-Unkel-Platz hinter der Kirche in der damals noch durchgängig befahrbaren Friedensstraße, die heute durch die Apsis der modernen Kirche eingeengt ist. Das aktuelle Pfarrhaus wurde in den 1950er Jahren wenige Meter davon entfernt in der Kavalleriestraße, ebenfalls in der Achse der Apsis, errichtet.

Pfarrheim St. Ludwig

Bild anzeigen
Relief „Die Flucht nach Ägypten“ von Victor Fontaine am ehemaligen Pfarrheim St. Ludwig in Saarlouis

Der Maler und Bildhauer Victor Fontaine (* 1923 in Saarlouis-Fraulautern, † 1995 in Saarlouis)[123] schuf für die fensterlose Außenfassade des Pfarrheimes St.Ludwig in der Pavillonstraße 23/Ecke Kavalleriestraße ein großformatiges Wandbild mit dem Thema „Flucht nach Ägypten“ (Sgraffitotechnik, 3,50 × 4,00 m). Die Flucht Josefs, Marias und des Jesuskindes vor dem kindermordenden König Herodes wird zu Beginn des Matthäusevangeliums (Mt 2,13 EU) beschrieben. Apokryphe Schriften wie das Pseudo-Matthäus-Evangelium und das Arabische Kindheitsevangelium berichten darüber hinaus von Wundertaten des jungen Jesus. Ähnliches erwähnt die Legenda aurea. Die Flucht wird auch zu den sogenannten Sieben Schmerzen Mariens gezählt. Im Bild des Künstlers Fontaine bringt sich die Heilige Familie vor dem Kindermord des Herodes in Bethlehem durch die Flucht nach Ägypten in Sicherheit. Der heilige Josef mit Wanderstab und Bündel geht Maria und Jesus voran, die von einem Esel getragen werden. Schützend hält Maria das Jesuskind in ihren Armen. Ihrer beider Wangen schmiegen sich aneinander. Dunkle Linien zeichnen, in der Art mehrfarbiger Holz- oder Linolschnitte, die Kontur sowie die binnenstrukturierenden Faltenwürfe der Figuren nach.[124] Die Gestaltung der Heiligen Familie von Victor Fontaine aus den 1960er Jahren orientiert sich an klassischen Vorbildern, wie etwa der Darstellung der Flucht nach Ägypten im Codex aureus Epternacensis, einem Werk der ottonischen Buchmalerei. Das Evangeliar wurde zwischen 1030 und 1050 in der Benediktinerabtei von Echternach geschaffen. Darüber hinaus ist ebenfalls eine populäre Buchillustration zum Thema „Flucht nach Ägypten“ von Johannes Grüger aus dem Jahr 1954 als Inspirationsquelle Fontaines denkbar.[125] Vermutlich wurde das Thema der „Flucht nach Ägypten“ gewählt, um einen Bezug zur Migration der italienischen Gastarbeiter herzustellen, die in dem Gebäude eine neue pastorale Heimstatt finden sollten.

Der Abriss des Saalbautraktes zu Gunsten des Neubaues eines Wohnhauses an gleicher Stelle und die damit verbundene Zerstörung des Wandbildes von Fontaine begann am 9. Mai 2016. Die Pfarrei hatte den gesamten Gebäudekomplex bereits im Jahr 2014 an einen Privatinvestor verkauft.[126] Das Pfarrheim bestand aus einem Komplex von zwei historischen Gebäuden aus der Barockzeit in der Friedensstraße und einem Saalbau in der Pavillonstraße (Ecke Kavalleriestraße), der zu Beginn des Jahres 1943 als Kinosaal des Saarlouiser „Capitol-Kinos“ in einem bereits zuvor bestehenden Gebäude des katholischen Gesellenhauses eingerichtet worden war. In der Nacht vom 2. auf den 3. September 1942 war das im Jahr 1930 an der Ecke Wallstraße/Vaubanstraße (heute steht dort das Pieper-Parkhaus) eröffnete Saarlouiser „Capitol-Kino“ einem Luftangriff der alliierten Streitkräfte auf Saarlouis zum Opfer gefallen. Das katholische Gesellenhaus diente danach von 1943 bis 1950 als provisorisches Kino. Am 2. Juni 1950 eröffnete das Kino in einem umgebauten preußischen Proviantmagazin am Stadteingang in der Deutschen Straße.[127] Die Baugenehmigung zum Umbau des nun leerstehenden provisorischen Kinosaales als Pfarrgemeindesaal wurde am 11. November 1963 durch die Untere Bauaufsichtsbehörde der Stadt Saarlouis erteilt.

Der für das Pfarrheim geschaffene Retabel-Altar von Ernst Alt konnte vor dem Abriss evakuiert werden und wird im Pfarrhaus aufbewahrt. Das Gemälde soll in der Pfarrkirche eine Aufhängung finden. Das Altarbild mit dem Titel „Sacra Conversazione“ (205 × 189 cm, Ölfarbe, Tempera und Fettkreide auf Leinwand) malte der Saarbrücker Künstler Ernst Alt im Jahr 1975 für die Kapelle des Pfarrheimes, dem früheren „Centro Italiano“.[128]

Ausstattung

Neospätgotischer Hochaltar

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Neogotischer Flügelaltar von Hans Steinlein im geöffneten Zustand

Der neospätgotische Hochaltar von St. Ludwig wurde im Jahr 1910 anlässlich des 25-jährigen Pfarrjubiläums des Dechanten Alexander Subtil durch die Werkstatt des in Eltville am Rhein ansässigen Bildhauer Hans Steinlein (* 1872 in Trier, † 1958) geschaffen. Das sakrale Bildwerk thematisiert das Leben des Kirchenpatrons, des heiligen Ludwig IX. von Frankreich.

Gemälde

Die beiden großformatigen Ölgemälde im Eingangsbereich der Kirche mit der Signatur „Dupuy“ wurden wohl am Ende des 17. Jahrhunderts vom Metzer Künstler Nicolas Dupuy gefertigt und von König Ludwig XIV. der Pfarrkirche gestiftet. Dupuy stammte aus Pont-à-Mousson und war in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts bis zum Jahr 1706 als Hofmaler Herzog Leopolds I. von Lothringen beschäftigt.[129] Außer seinen Saarlouiser Bildern sind von Dupuy noch drei Gemälde in Nancy bekannt.[130]

Während der Wirren der Französischen Revolution wurde das Saarlouiser Gotteshaus im Januar 1794 verwüstet und geschändet. Die Gemälde konnten jedoch gerettet werden. Sie befinden sich heute im Vorraum der Kirche. Die beiden Ölgemälde wurden in den 1950er Jahren von dem Saarbrücker Maler und Restaurator Ernst Sonnet (1906–1978)[131][132] restauriert. Zum 300-jährigen Stadtgründungsjubiläums im Jahr 1980 wurden die beiden Gemälde nach sorgfältiger Restaurierung im Kircheninneren wieder aufgehängt.[133]

Die heilige Familie

Bild anzeigen
Nicolas Dupuy: Die heilige Familie, 1687, Öl auf Leinwand, 133 × 178 cm

Das Ölgemälde (Öl auf Leinwand, 133 × 178 cm) mit der Darstellung der Heiligen Familie im Eingangsbereich der Kirche stammt noch aus der barocken Pfarrkirche und wurde im Jahr 1687 geschaffen. Das Bild wurde vermutlich im Jahr 1865 aus der abzubrechenden barocken Kirche entfernt und seitdem im Pfarrhaus aufgehängt. Erst nach 1970 kam es wieder in das Böhmsche Kirchengebäude. Das Gemälde zeigt einen Besuch der Familie Johannes des Täufers mit seinen Eltern bei der Heiligen Familie, eine in der Kunstgeschichte selten thematisierte Konstellation, die nicht in der Bibel erzählt wird. So wie die schwangere Jungfrau Maria ihrer Base Elisabeth vor der Geburt des Johannes einen Besuch abgestattet hatte (Lk 1,39-56 EU), so besucht jetzt Elisabeth mit ihrem Mann und dem Sohn der Familie die Verwandtschaft in Nazareth. Das Jesuskind sitzt auf dem Schoß der Jungfrau Maria und streckt seine Ärmchen aus, um den ihm zustrebenden kleinen Johannes begrüßend zu umarmen. Johannes’ Mutter Elisabeth, dargestellt als Frau im fortgeschrittenen Alter, unterstützt die dem Jesuskind zugewandte Bewegung ihres kleinen Sohnes. Während Zacharias, der Vater des Johannes, sich in ehrfürchtiger Haltung vor dem Jesuskind verbeugt, blickt Josef in nachdenklicher Haltung auf die Szene, indem er seinen Kopf mit der Hand stützt. Die Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind ist als Helligkeitszentrum des Gemäldes gestaltet. Ein aufwirbelnder roter Vorhang am linken oberen Bildrand schließt die einträchtig-friedvolle Komposition ab und gibt den Blick auf eine Landschaftsszene frei. Im Jahr 1832 wurde das Ölgemälde restauriert und ist durch diese Behandlung in der Folgezeit stark nachgedunkelt. Vermutlich im Jahr 1890 war es aus der Kirche entfernt und danach im Pfarrhaus aufgehängt worden.[134]

Die Apotheose des heiligen Ludwig

Bild anzeigen
Nicolas Dupuy: Die Apotheose des heiligen Ludwig, 1694, Öl auf Leinwand, 220 × 350 cm

Das Ölgemälde (Öl auf Leinwand, 220 × 350 cm) mit der Darstellung der Aufnahme des heiligen Ludwig in den Himmel im Eingangsbereich der Kirche stammt aus dem Jahr 1694 und gehört noch zur Ausstattung der barocken Pfarrkirche. Den Begriff der Apotheose griff das Zeitalter des Barock aus der griechisch-römischen Antike wieder auf. In deren mythologischer Vorstellung wurden heroische Menschen aufgrund ihrer sittlich hervorragenden Taten zu Göttern erhoben, woraufhin ihnen fürderhin mit göttlichen Ehrenbezeugungen gehuldigt werden sollte. Vermutlich diente das Saarlouiser Gemälde als Zentralbild des Hochaltares in der Apsis der barocken Kirche.[135] In der unteren rechten Hälfte des Bildes kniet der heilige Ludwig mit jugendlich-anmutigen Zügen und in demütiger Haltung im königlichen Hermelinornat während des Partikulargerichtes im Augenblick seines Dahinscheidens vor der göttlichen Majestät. Seine rechte Hand hat er auf sein Herz gelegt, während seine Linke auf die Krone Frankreichs und das Königs-Szepter verweist, die beide auf einem prunkvollen Quastenkissen zu Füßen Christi liegen. Der Gestus verdeutlicht, dass der Herrscher Frankreichs alle von Gott durch die Königssalbung empfangene weltliche Macht hinter sich gelassen hat und sie nun in Gottes Hände zurückgibt, um von ihm, wie in der Offenbarung des Johannes verheißen, die „ewige Krone“ zu empfangen: „Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben.“ (2,10 EU)

In der linken Hälfte des Bildes erscheint in der oberen Mitte auf den Wolken des Himmels zu Ludwig im Triumph herniedersteigend der auferstandene Christus mit dem Kreuz auf seiner Schulter. Das prächtige Krönungsornat des Königs und Christi einfacher Lendenschurz entsprechen sich antithetisch. Christi Rechte verweist den König in Richtung seines himmlischen Vaters, der an der Spitze des Bildes im Himmel thront und Ludwig mit erhobener Hand in Begleitung eines Engels, der die Kreuzigungsnägel Christi präsentiert, zu empfangen scheint. Die Figurenkonstellation bezieht sich auf das Jesuswort aus dem Johannesevangelium: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen.“ (14,6-7 EU)

Der äußerste rechte Rand des Bildes ist wie die Mitte von jeweils zwei Kinderengeln ausgefüllt: Zwei Putten, ähnlich denen der Sixtinischen Madonna Raffaels betrachten das Geschehen auf einer Wolkenbank, zwei kleine Engel halten die Schleppe des königlichen Hermelinmantels. Seitlich des Königs erhebt sich mit aufwirbelnden üppigen Gewändern und flatternden Haaren ein Engel, der auf einem weißen Tuch die Dornenkrone Jesu emporhält.

Die Figurenkonstellation des Bildes beschreibt eine Linienführung in der Form eines „X“. Vom Kreuzesstamm über die linke Hand Ludwigs, die Christus die Insignien des französischen Königtums darbietet, bis zum von einem Engel getragenen Saum des Königsmantel lässt sich eine Linie ziehen. Ebenso lässt sich eine Verbindungslinie vom linken Flügel des dornenkronentragenden Engels über Kopf und rechtem Arm des Heiligen zum Kissen am Boden mit den Herrschaftszeichen denken. Die Dornenkrone auf dem schlichten Tuch in der Höhe und die Königskrone Frankreichs auf dem prunkvollen Kissen am Boden entsprechen sich als Gegensatzpaar. Die Überkreuzstellung der Gesamtkonstellation des Bildaufbaues kann als personale Gestaltwerdung des griechischen Buchstabens „Chi“, des Anfangsbuchstabens des Wortes „Christos“ (der Gesalbte), gedeutet werden. Ebenso entsteht hier ein gedanklicher Bezug zu Ludwig, der ebenfalls als mit dem heiligen Salböl in sein Amt Eingesetzter, von Gott Beauftragter, verstanden wurde. Das Bild visualisiert in seiner Aussage im Bezug auf die christuszentrierte Lebensführung des heiligen Ludwig insgesamt das Jesuswort aus dem Matthäusevangelium: „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen.“ (16,24-27 EU)

Im Gemälde wird das überirdische unbegreifliche Geschehen des christlichen Glaubens vom Künstler in pralle, geradezu handgreifliche Realität umgesetzt, die den staunenden Betrachter ganz im Sinne eines barocken Theatrum sacrum in die Szenerie hineinzieht und vereinnahmt, sodass sich Immanenz und Transzendenz zu durchdringen beginnen.

Kreuzweg

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Kreuzwegstationen des Malers Arthur Tholey

Der Kreuzweg wurde durch den Überherrner Maler Arthur Tholey (1921–1976) in den frühen 1970er Jahren gemalt. Tholey hatte an der Akademie der Bildenden Künste München seine Ausbildung begonnen, musste diese jedoch bereits nach einem halben Jahr aufgrund einer Einberufung zum Kriegsdienst abbrechen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges besuchte er für ein Jahr die Schule für Kunst und Handwerk in Saarbrücken. Den Lebensunterhalt für sich und seine Familie musste sich Tholey durch eine berufliche Tätigkeit als Anstreicher verdienen. Seine Bilder stellte er erst mit dem Beginn der 1970er Jahre aus, nachdem er eine Krankheit überwunden hatte; zunächst in seiner Heimatgemeinde Überherrn, dann auch in Saarbrücken und den benachbarten Regionen.[136] Der Bilderzyklus wurde der Pfarrei von der Witwe des Künstlers nach dessen Tod angeboten und schließlich für St. Ludwig angekauft.

Skulpturen

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), historistische Statue des heiligen Ludwig in Kreuzrittergewand und königlichem Hermelinmantel mit der Dornenkrone Christi

Die Kirche weist eine reiche Ausstattung historistischer Skulpturen auf, darunter eine Statue des hl. Ludwig als Kreuzritter sowie ein Kreuz mit Corpus, die beide aus dem neogotischen Müllerschen Kirchenbau herübergerettet wurden. Die Kreuzesdarstellung war ursprünglich frei schwebend über dem Altarraum aufgehängt. Der Corpus konnte gerettet werden. Die heutigen Kreuzbalken mit aufgemalter Reliefierung sind nur eine provisorische Rekonstruktion des verloren gegangenen Originals.[137] Aus dem Canisianum wurden ebenfalls Statuen übernommen.

Eine barocke vergoldete Abendmahlsreliefschnitzerei vom Anfang des 18. Jahrhunderts wurde im Böhmschen Betonbau an der Wand angebracht. Es ist unklar, ob das Relief als Predella oder als Antependium des Hochaltares verwendet wurde. In der bildlichen Wiedergabe des barocken Innenraumes aus dem Jahr 1834 taucht das Relief nicht auf. Es wurde vermutlich bei der Anschaffung des marmornen Hochaltares im Jahr 1829 entfernt und anschließend im Pfarrhaus auf dem Dachboden im Jahr 1936 durch Dechant Unkel wiedergefunden.[138] Eine Neuvergoldung des Reliefs erfolgte im Jahr 1989–1990 durch das Fraulauterner Atelier Fritzen.[139]

Die zwölf Apostel sind entsprechend der Schilderung der Bibel um den Abendmahlstisch herum versammelt (Mt 26,17–29 EU, Mk 14,12–26 EU, Lk 22,14–20 EU, Joh 13,2–4 EU, 1 Kor 11,23–26 EU). Im Zentrum des Geschehens befindet sich Jesus, dessen Haupt mit einem Strahlenkranz umgeben ist. Vor dem Tisch steht noch die Waschschüssel und die Wasserkanne der Fußwaschung, wie sie im Johannesevangelium berichtet wird (Joh 13,1-11 EU). Auf dem Tisch befindet sich im Zentrum das Paschalamm flankiert von zwei Brotschalen. Neben der Schale mit dem Lamm steht der Abendmahlskelch. Den Tisch flankieren Nischen mit Deckenleuchtern. In der rechten Nische ist die Eingangstür des Raumes angedeutet. In der linken Nische stehen auf einer großen Platte mit zwei großen Kannen. Die äußeren Partien des Reliefs zeigen rechts die beiden Gesetzestafeln mit den Zehn Geboten. Links schenkt eine Person an einer Speisenanrichte, die von einem Vorhang etwas verdeckt wird, Wein aus, während Brote auf einem Tellerstapel angerichtet sind.

Die Szene thematisiert den Austausch des blutigen Tieropfers (Lamm) durch das unblutige pflanzliche Opfer (Brot und Wein) sowie die Ablösung des alten Bundes am Sinai durch die Spendung des neuen Bundes durch den Kreuzestod und die Auferstehung Jesu.

Der Ambo, dessen Buchauflage von einem in Gold gefassten Pelikan getragen wird, wurde aus einem Eichenstamm des 200 Jahre alten Pfahlrostes des Barockturmes geschnitzt. Die Sedilien stammen ebenfalls noch aus der neogotischen Kirche. Ebenso zur neogotischen Ausstattung der Müllerschen Kirche gehört ein neogotischer Beichtstuhl, den der Saarlouiser Schreinermeister Johann Baptist Neibecker in seiner Werkstatt in der Bierstraße gefertigt hatte. Der Beichtstuhl war ein Votivgeschenk des Schreinermeisters, da sein zehntes Kind vom Dach gestützt war und trotz lebensbedrohlicher Kopfverletzungen wieder gesundete. Die Schnitzreliefs zeigen die Leidenswerkzeuge Jesu Christi sowie die Bourbonischen Lilien.[140]

Marienikone

Im hinteren Teil der Kirche an der Rückseite des Orgellettners befindet sich eine Marienikone. Kerzenständer bieten Platz für das Aufstellen von Votivkerzen. Das Marienbild in einem modernen Metallrahmen ist eine Kopie des Gnadenbildes Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe. Das Original aus dem 14. Jahrhundert stammt vermutlich von der Insel Kreta (Kretische Schule). Nach wechselnden Standorten wurde das Original im Jahr 1867 von Papst Pius IX. dem Redemptoristenorden für seine römische Kirche Sant’ Alfonso anvertraut, wo es seither den Hochaltar schmückt. Die Redemptoristen trugen durch ihre Volksmissionen entscheidend zur Verbreitung des Bildes bei. Ein Missionskreuz an der Außenseite der Apsis der Saarlouiser Ludwigskirche erinnert an die in der Pfarrei abgehaltenen Volksmissionen.

Die Gottesmutter ist auf der Ikone üblicherweise vor einem Goldgrund dargestellt, der die himmlische Sphäre symbolisieren soll. In Saarlouis ist der Goldgrund vollkommen durch eine moderne Metallabdeckung mit 16 Pflanzenbündeln verborgen. Maria trägt ein rotes Obergewand mit aufgemalter Goldschraffur sowie goldenen Borten. Der Schleier der Madonna ist in Stirnhöhe mit einem goldenen Stern geschmückt, der sich auf die Anrufung Mariens als „Stella maris“ (dt. Meerstern) des lateinischen Hymnus Ave maris stella oder als Morgenstern in der Lauretanischen Litanei bezieht. Das goldnimbusgeschmückte Haupt Mariens ist von griechischen Abkürzungen flankiert, die sie als „Mutter Gottes“ kennzeichnen. Auf dem linken Arm trägt Maria das in Grün und Rot-Gold gekleidete Jesuskind. Das Haupt des Kindes ist von einem Heiligenschein umgeben, rechts daneben steht in griechischen Buchstaben abgekürzt der Name „Jesus Christus“.

Das Gesäß des Jesuskindes wird von der linken Hand der Mutter gehalten und greift mit beiden Händen nach ihrer Rechten. Sein in die Halsbeuge Mariens geschmiegter Kopf ist jedoch von seiner Mutter abgewandt. Der Blick des kleinen Jesus wendet sich einem Kreuz zu, das der schwebende Erzengel Gabriel zum Zeichen der Ehrfurcht mit verhüllten Händen trägt. Wie durch eine Geste vorausahnenden Erschreckens hat sich von einem Fuß des Kindes die kleine Sandale gelöst und ist im Begriff, zu Boden zu fallen.

Auf der anderen Seite des Marienhauptes schwebt der Erzengel Michael, der ebenfalls mit verhüllten Händen Leidenswerkzeuge Christi emporhält. Griechische Buchstaben kennzeichnen die Namen der beiden dargestellten Erzengel, die nach den Regeln der Bedeutungsperspektive vom Ikonenmaler wesentlich kleiner als die Jungfrau mit dem Kind dargestellt sind.

Fensterzyklus von Ernst Alt

Aus Anlass des 300-jährigen Gründungsfestes der Stadt Saarlouis im Jahr 1980 wurde im Jahr 1979 durch den Saarbrücker Künstler Ernst Alt mit dem Pelikanfenster ein neuer Fensterzyklus in der Kirche begonnen,[141] der sukzessive bis zum Tod des Künstlers im Jahr 2013 weitergeführt wurde.[142] Die Fenster wurden von den Firmen Derix sowie „Die Kunstglaser“, beide in Rottweil, in Antikglas hergestellt.[143]

Die Themen der Fenster wurden so konzipiert, dass sie alle in gewisser Weise mit dem Lebensthema des heiligen Ludwig und dessen engem Bezug zur Dornenkrone Christi in Zusammenhang stehen.

Vasa sacra und Paramente

Die Kirche St. Ludwig verfügt über eine reiche Sammlung an Vasa sacra, Kreuzen, Monstranzen und Altarleuchtern aus der Zeit vom 18. Jahrhundert bis zum 20. Jahrhundert.[144]

Darüber hinaus haben sich zahlreiche Paramente mit reicher Nadelmalerei und Goldstickerei in Sprengtechnik aus verschiedenen Jahrhunderten erhalten. Die Ausstattungsgegenstände wurden durch das bischöfliche Konservatorenamt dokumentarisch erfasst. Sie werden teilweise in einer kleinen, im Jahr 1988 eröffneten, Ausstellung zur Pfarrgeschichte in den Räumen der Statzschen Turmfassade präsentiert. Hier findet sich auch ein Teil der Chorvertäfelung der barocken Kirche, der später in einem Café am Großen Markt eingebaut war, Teile der alten Kommunionbank, Kirchenbücher sowie Teile der neogotischen Emporenbrüstung von St. Ludwig, die Ausstellungsinitiator Dieter Zell in den Jahren 1999/2000 aus dem Schloss im lothringischen Les Étangs zurückerwerben konnte.[145] Die Schreinerarbeiten zum Einbau der neogotischen Brüstung an der Nahtstelle zwischen Statzschem Turmbau und Böhmschen Betonbau oblag der Schreiner- und Restauratorwerkstatt Kroll aus Fraulautern, die bereits die Schreinerarbeiten am neogotischen Hochaltar nach dem Bankrott des Saarwellinger Unternehmens Mettler vollendet hatte.[146]

Von der Empore hängen vier bestickte Fahnen herab, die vom Beginn des 20. Jahrhunderts stammen. Es sind die kirchlichen Vereinsfahnen des St. Bonifatius-Vereins, des St. Franziskus-Xaverius-Vereins, der Marianischen Kongregation der Jungfrauen und der Kongregation der Jünglinge.[147]

Orgel

Bild anzeigen
St. Ludwig (Saarlouis), Rückwand der Orgelempore

Historische Orgeln

Wer die erste Orgel im neuerrichteten Kirchenschiff installierte, ist bisher unbelegt.[148] Überliefert ist nur für das Jahr 1706 eine Reparaturrechnung des Orgelbaumeisters Jacob Bramer aus Kornelimünster in Höhe von 360 Franken. Vielleicht war Bramer auch der Erbauer der ersten Orgel. Eine weitere Reparatur in einer Höhe von 300 Franken ist für das Jahr 1766 durch den Orgelbauer Bartholomäus Chevreux aus Bouzonville belegt. Die nächste Reparatur der Orgel erfolgte im Jahr 1806 für 1100 Franken durch einen Orgelbaumeister Geiß.[149]

Aktuelle Orgel

Die aktuelle Orgel befindet sich auf der lettnerartigen Kirchenempore. Das Orgelgehäuse wurde nach Vorgaben von Gottfried Böhm konzipiert. Es ähnelt dem ebenfalls von Böhm entworfenen Prospekt der Orgel der Kölner Philharmonie. Die Orgelpfeifen fasste man zu hohen runden Zylindergruppen zusammen und passte sie in die rechteckigen Betonnischen Böhms ein. Das Instrument wurde 1980 von der Orgelbaufirma Hugo Mayer Orgelbau, Heusweiler erbaut. Es hat 45 Register, verteilt auf drei Manuale und Pedal, mechanische Schleifladen und elektrische Koppeln und Registertrakturen. Die Orgelweihe fand am 29. März 1980 statt.[150]

I Rückpositiv C–a3

1. Holzgedackt 8′
2. Quintade 8′
3. Principal 4′
4. Metallflöte 4′
5. Principal 2′
6. Nachthornterz 135
7. Larigot 113
8. Cymbel III-IV
9. Cromorne 8′
Tremulant
II Hauptwerk C–a3
10. Bourdon 16′
11. Principal 8′
12. Holzflöte 8′
13. Octave 4′
14. Rohrflöte 4′
15. Quinte 223
16. Superoctave 2′
17. Cornet V 8′
18. Mixtur V
19. Cymbel III
20. Trompete 8′
III Schwellwerk C–a3
21. Gedackt 16′
22. Principal 8′
23. Metallgedackt 8′
24. Salicional 8′
25. Vox Coelestis 8′
26. Principal 4′
27. Nachthorn 4′
28. Waldflöte 2′
29. Sesquialter II 223
30. Oktävlein 1′
31. Acuta III
32. Scharff IV 23
33. Fagott 16′
34. Hautbois 8′
35. Clairon 4′
Tremulant
Pedal C–g1
36. Principalbaß 16′
37. Subbaß 16′
38. Octave 8′
39. Pommer 8′
40. Principal 4′
41. Octave 2′
42. Hintersatz IV 223
43. Posaune 16′
44. Trompete 8′
45. Schalmey 4′
  • Koppeln: I/II, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P
  • Spielhilfen: 4 Benutzerebenen mit jeweils 6336 Kombinationen der Setzeranlage, Crescendowalze

Glocken

Die ersten Glocken der neuerbauten barocken Kirche stammten aus der im Jahr 1688 zerstörten Stadtpfarrkirche von Wallerfangen. Zwei weitere Glocken mit einem Gewicht von 1500 Pfund und 1100 Pfund wurden im Jahr 1720 von Nicolas Cortois und François Ruvel in Champigneulles bei Nancy für den Preis von 108 Écu gegossen.[151] Die kleinste Glocke aus dem Jahr 1576 stammte aus der Abtei Fraulautern.

In der Französischen Revolution mussten am 23. August 1793 von den vorhandenen fünf Glocken drei zu Rüstungszwecken abgegeben werden.[152] Die beiden noch vorhandenen Glocken dienten vermittels eines Schlagwerkes dem Stunden- und dem Viertelstundenschlag. In der Folgezeit erhielt St. Ludwig aus der Abtei Heiligste Dreifaltigkeit in Fraulautern eine weitere Glocke mit der Inschrift „SUSANNA HEISEN ICH IN GODES EREN LUDEN ICH BOES WEDDER VERTREIBEN ICH 1548.“[153]

Glockengießer Johann Jakob Speck aus Kirrweiler in der Pfalz goss im Jahr 1735 eine weitere Glocke.[154]

Nach dem Kirchenreglement von 1692 wurde die Totenglocke im Falle des Todes eines männlichen Pfarrangehörigen dreimal geläutet, im Falle des Todes einer weiblichen Pfarrangehörigen nur zweimal, und für ein Kind wurde nur die kleine Totenglocke geläutet.[155]

Im Jahr 1836 wurden drei neue Glocken angeschafft, die von der wandernde Lothringer Gießerfamilie Perrin gegossen worden waren. Die Ludwigsglocke wog 2102, die Petrusglocke 1431 und die Marienglocke 1015 preußische Pfund. Die Glocken kosteten insgesamt 1179 Taler. Dabei wurde die alte Hauptglocke (1536 preußische Pfund) und die mittlere Glocke (1148 preußische Pfund) umgegossen. Die Petrusglocke und die Ludwigsglocke konnten wegen Rissen, die bereits im Jahr 1837 auftraten, nicht mehr geläutet werden und mussten im Folgejahr 1838 umgegossen werden. Da die Saarlouiser Stadtverwaltung die hauptsächlichen Kosten trug, lautete die Glockeninschrift: „Ex benevolentia magistratus urbis Saarae Ludovici“ (dt. Übersetzung: Ermöglicht durch die Stiftung der Stadtverwaltung von Saarlouis).[156]

Am 7. August 1880 schmolzen beim Brand des Kirchturmes während der 200-Jahr-Feier der Stadt Saarlouis zwei Glocken. Nach dem Fall der dritten und vierten Glocke brach die hölzerne und verschieferte barocke Glockenstube in sich zusammen. Zur Beschaffung eines neuen Geläutes stiftete der im Jahr 1858 gegründete Männergesangverein die Josefsglocke (a, 486 kg, Glockeninschrift in dt. Übersetzung: Joseph, Zier des Himmels und unsere sichere Hoffnung des Lebens, nimm auf unser Lob! Mich hat gießen lassen der Gesangverein von Saarlouis). Durch weitere Spenden konnten die Ludwigsglocke (c, 2.325 kg, Glockeninschrift in dt. Übersetzung: Hinsehend auf den Tod des heiligen Ludwig, gehet ein in das Haus Gottes, betet an in seinem heiligen Tempel und preiset seinen Namen!), die Petrusglocke (g, 695 kg, Glockeninschrift in dt. Übersetzung: Heiliger Hirte Petrus, nimm gütig die Stimme der Flehenden auf, löse durch Dein Wort die Bande der Sünde, da Dir die Gewalt gegeben ist, der Erde den Himmel zu öffnen und zu schließen!) sowie die Marienglocke (f, 925 kg, Glockeninschrift in dt. Übersetzung: Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.) angeschafft werden. Die neuen Glocken wurden am 23. August 1885 geweiht werden. Das erste Plenumgeläut erfolgte bei der Amtseinführung von Alexander Subtil am 4. Oktober 1885.[157] Diese Glocken wurden im Ersten Weltkrieg zu Kriegszwecken beschlagnahmt und am 2. Juli 1917 abgenommen.

Das am 22. Juli 1923 eingeweihte Nachkriegs-Geläut des neogotischen Turmes (c1, f1, g1, a1) wurde im Jahr 1936 durch eine d1-Glocke aus der Glockengießerei Otto in Hemelingen bei Bremen ergänzt. Die Marienglocke wog 952 kg, die Petrusglocke wog 643 kg, die Josefsglocke 480 kg. Die große Ludwigsglocke (2345 kg) widmete man Prälat Alexander Subtil zu seinem 50-jährigen Priesterjubiläum. Die Inschrift der Glocke lautete: „Resono laudem Altissimi, B. Ludovici honorem, memoriamque sacerdotii semisaeculi, quod A.D. 1920 peregit Rmus Dnus Alexander Subtil decanus, sedis Apost. camerarius secret., eccl. cathedr. Treviren. canon. hon., huius ecclesiae 38 iam annos pastor bonus, suorum filialem amorem aerea voce proclamo.“ (Dt. Übersetzung: „Ich ertöne zum Lob des Höchsten und zur Ehre des seligen Ludwig sowie zum 50-jährigen Priesterjubiläum, das im Jahr 1920 der ehrwürdige Herr und Dechant Alexander Subtil, Geheimkämmerer des apostolischen Stuhles, Ehrendomherr der Kathedralkirche zu Trier, seiner Pfarrkirche schon seit 38 Jahren ein guter Hirte, beging, und ich verkünde mit eiserner Stimme die kindliche Liebe der Seinen.“)[158]

Im Jahr 1936 wurde durch die Glockengießerei Otto in Hemelingen bei Bremen die Marienglocke umgegossen und der Neuguss dem Erzengel Michael geweiht (Ton d als Ergänzung zu den bestehenden Tönen c,f,g,a). Die Glocke sollte fortan als Totenglocke dienen und an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnern. Die Glockeninschrift lautete sich darauf beziehend:

„Wenn ich ertöne,
Denkt eurer Söhne,
Die Blut und Leben
Für uns gegeben.
St. Michael verlaß uns nicht,
Wenn sterbend uns das Auge bricht;
Dann führ´ die Müden
In Gottes Frieden!“

Gleichzeitig wurde eine neue Marienglocke gegossen. Die Glockenweihe feierte man am 24. Mai 1936. Zur Aufhängung der Glocken wurde ein neuer Glockenstuhl im Kirchturm montiert.[159]

Nach dem Erlass des Reichsinnenministeriums vom 3. Mai 1942 wurden diese Glocken am 15. Juni 1942 zu Kriegszwecken enteignet. Die Gemeinde durfte nur die a1-Glocke behalten.[160]

Durch die Spende der Stadtgemeinde Saarlouis (größte Glocke) und zahlreicher Pfarrangehöriger konnten nach dem Zweiten Weltkrieg neue Glocken in Auftrag gegeben werden. Sie wurden im Jahr 1953 von der Glockengießerei Otto in ihrer Filiale in Saarlouis-Fraulautern gegossen und waren deren erster dortiger Guss. Am 25. März 1953 wurden sie durch den Prälaten Weins aus Trier feierlich auf dem Großen Markt geweiht.[161]

Die Kirche St. Ludwig besitzt seither wieder fünf Bronzeglocken, welche sich alle im mittleren, größten Turm der Kirche befinden und elektronisch von der Sakristei aus geläutet werden können. Die Glocken befinden sich in einem Stahlglockenstuhl.

Nr. Name Nominal
(16tel)
Gewicht
(kg)
Durchmesser
(cm)
Inschrift
1 Ludwigsglocke c’ 2300 155 „Clange novo, campana, novam clangore per urbem. Corda Ludovici voce sublime voca.“ (Übersetzung: Durchtöne mit neuem Klang, Glocke, die neue Stadt. Rufe mit Ludwigs Stimme die Herzen himmelwärts.)
2 Michaelsglocke d’ 1650 137 „Exstinctos belli, incerta sorte detentos nomine, me Michael, plangere, scite satos.“ (Übersetzung: Wisset, dass ich, Michael, die Toten der Kriege sowie die ungewissen Schicksales Zurückgehaltenen überall namentlich laut betrauere.)
3 Marienglocke f’ 1000 120 „Orbi sola salus per te data, Virgo Maria. Urbem materno protege praesidio.“ (Übersetzung: Das Heil der Welt wurde uns allein durch Dich geschenkt, Jungfrau Maria. Nimm unsere Stadt unter Deinen mütterlichen Schutz.)
4 Josefsglocke g’ 700 104 „Publica res stat firma tuo munimine, Joseph. Urbs hinc nostra Joseph sit tibi cunque cliens.“ (Übersetzung: Das Heil aller steht sicher unter Deinem Schutz, Joseph. Unsere Stadt sei in allem Dir von nun an in alle Zeit anvertraut.)
5 Petrusglocke a’ 500 95 „Claviger, ecce tibi campana sacrata manebit. Nobis lassatis ostia pande, Petre.“ (Übersetzung: Schlüsselträger, siehe, Dir sei die Glocke allezeit geweiht. Öffne uns nach des Lebens Mühen die Tür zur Ewigkeit, Petrus.)

Kirchturmuhr

Die erste Kirchturmuhr wurde im Jahr 1704 durch den Trierer Uhrmachermeister Jean Becker mit Viertelstundenschlagwerk eingerichtet.[162] Bereits im Jahr 1727 erstellte Johann Loup/Wolf aus Forbach einen Kostenvoranschlag für einen Neubau zum Preis von 270 Franken zuzüglich des Materials der alten Uhr, das er mit 120 Franken veranschlagte. Im Folgejahr wurde schließlich aber eine neue Saarlouiser Kirchturmuhr von Francois de Thionville für die Summe von 600 Franken zuzüglich des Materials der alten Uhr, die jetzt mit 200 Franken veranschlagt wurde, erstellt.[163]

Seelsorger

In der Pfarrei St. Ludwig haben seit der Gründung folgende Seelsorger gewirkt:[164]

Literatur

  • Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985.
  • Jo Enzweiler u. a. (Hrsg.): Gottfried Böhm, Künstlerlexikon Saar, Künstlerblatt Architektur, Saarbrücken 2010, S. 9–12.
  • Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis. Erolzheim 1960.
  • Martin König: Ein Fensterzyklus von Ernst Alt. Die Tierfenster in der Pfarrkirche St. Ludwig in Saarlouis. In: Das Münster 42, 1989, S. 27–30.
  • Martin König: Inkarnationen: Pflanzen, Tier und Mensch, Die zwei Fensterzyklen in Neunkirchen/Nahe und in Saarlouis. In: Thomas Schwarz, Armin Schmitt (Hrsg.): Mnemosyne, Der Maler und Bildhauer Ernst Alt. Blieskastel 2002, S. 59–71, hier S. 65–71.
  • Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland (Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde im Saarland, Bd. 40), Saarbrücken 2002. S. 328–329, 567.
  • Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993.
  • Josef Mischo: Die Heilsgeschichte in Farbe. Der Fensterzyklus von Ernst Alt in der Pfarrkirche St. Ludwig Saarlouis. Dillingen/Merzig 2015.
  • Franz Ronig: Der Kirchenbau des 19. Jahrhunderts im Bistum Trier. In: Eduard Trier, Willy Weyres (Hrsg.): Kunst des 19. Jahrhunderts im Rheinland in fünf Bänden. Bd. 1, Architektur I (Kultusbauten), Düsseldorf 1980, S. 195–268, hier: S. 238–240.
  • Jörg Sonnet: 330 Jahre Pfarrkirche St. Ludwig Saarlouis (1685–2015). In: Unsere Heimat. Mitteilungsblatt des Landkreises Saarlouis für Kultur und Landschaft, 40. Jg. Heft 1, 2015, S. 28–34.
  • Alfons Thome: „Die ganze Schöpfung schreit nach Erlösung“, Gedanken zu den Kirchenfenstern von Ernst Alt in Saarlouis-St. Ludwig. In: Paulinus, 111. Jahrgang, 17. März 1985.
  • Dieter Zell: St. Ludwig, Wegweiser und Geschichte, hrsg. von der Pfarrgemeinde St. Ludwig, o. O. 1990.

Weblinks

Bild anzeigen Commons: St. Ludwig (Saarlouis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • www.stludwig-saarlouis.de Internetseite der Kirche St. Ludwig
  • www.orgelbauverein-st-ludwig-saarlouis.de Internetseite des Orgelbauvereins St. Ludwig
  • Läuten zum Festhochamt der St. Ludwigskirche in Film und Ton

Einzelnachweise

  1. kirche-saarlouis.de abgerufen am 16. August 2015.
  2. Theodor Liebertz: Wallerfangen und seine Geschichte nach archivalischen Quellen bearbeitet. o. O. und o. J. (1953), S. 253–298; Markus Battard: Wallerfangen – Eine Zeitreise in Bildern. 2., überarbeitete Auflage. Dillingen/Saar 2012, S. 51; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, S. 15.
  3. Josef Niessen: Zur Kirchengeschichte an der mittleren Saar, in: Saar-Atlas, im Auftrage der Saar-Forschungsgemeinschaft bearbeitet und herausgegeben von Hermann Overbeck und Georg Wilhelm Sante, in Verbindung mit Hermann Aubin, Otto Maull und Franz Steinbach, Gotha 1934, S. 49–54, hier S. 52.
  4. Roland Henz, Jo Enzweiler (Hrsg.): Saarlouis Stadt und Stern / Sarrelouis – Ville et Étoile. Text: Oranna Dimmig, Übertragung ins Französische: Anne-Marie Werner. Saarbrücken 2011, S. 67.
  5. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis, Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 89–90, S. 98.
  6. Hans-Jörg Schu: Der Große Markt in Saarlouis. Saarbrücken 1986, S. 12–13.
  7. Sohn von Jean Dumas und Gabriele Henry.
  8. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 11.
  9. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 12.
  10. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 4; Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 111–112.
  11. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 13.
  12. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 15 gibt als Länge nur 103 Fuß an.
  13. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 6.
  14. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, s. 6–7.
  15. Roland Henz u. Jo Enzweiler (Hrsg.): Saarlouis Stadt und Stern / Sarrelouis – Ville et Étoile, Text: Oranna Dimmig, Übertragung ins Französische: Anne-Marie Werner, Saarbrücken 2011, S. 68.
  16. Ludwig Karl Balzer: Saarlouis, Das königliche Sechseck, Bau der Festungsstadt in der Zeit des Sonnenkönigs, Saarbrücken 2001, S. 343.
  17. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 112–113; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 14.
  18. Ludwig Karl Balzer: Saarlouis, Das königliche Sechseck, Bau der Festungsstadt in der Zeit des Sonnenkönigs, Saarbrücken 2001, S. 343.
  19. Eine Grablege kostete damals 100 Livres.; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 14.
  20. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 113.
  21. Ludwig Karl Balzer: Saarlouis, Das königliche Sechseck, Bau der Festungsstadt in der Zeit des Sonnenkönigs, Saarbrücken 2001, S. 343–344.
  22. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 14–15.
  23. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 9.
  24. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 4–5.
  25. Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann, 2. Auflage, Saarbrücken 1976, S. 259.
  26. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 116.
  27. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 17–18.
  28. Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann, 2. Auflage, Saarbrücken 1976, S. 259.
  29. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 51.
  30. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 51–52.
  31. Dekrete der französischen Nationalversammlung vom 15. Januar, 16. Februar, 26. Februar 1790.
  32. Jakob Marx: Geschichte des Erzstifts Trier als Kurfürstentum und als Erzdiözese von den ältesten Zeiten bis zum Jahre 1816, Band V, Trier 1858–1864, S. 252 ff., S. 43 ff., S. 439 ff.
  33. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 57–59.
  34. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 52–54.
  35. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 65–67.
  36. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 60.
  37. Johann Guitienne war von 1794 bis zu seinem Tode im Jahr 1814 Pfarrer in Fremersdorf an der Saar.
  38. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 59–60.
  39. Deutsche Übersetzung aus dem Französischen nach: Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 61 nach den Beschlussbüchern der Stadtverwaltung Saarlouis 1790/92, S. 96.
  40. Die Rückbenennung in Saarlouis erfolgte schleichend und war etwa im Jahr 1810 vollzogen.
  41. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 116–117.
  42. Registre des séances de l’administration du département, L88, f° 53-55, et registre d’audiences du tribunal criminel, 1792-16 brumaire an IV, f° 110, (Arch.dép. des Deux-Sèvres); Antonin Proust, la Justice révolutionnaire à Niort, 2e édition; p. XIV, 29–31, 132, 156–157.
  43. Alfred Largeault, Revue de l’Ouest, n° du 4 avril 1893.- Vicomte de Lastic Saint-Jal, l’Église et la Révolution à Niort.
  44. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgegend, Trier 1865, S. 189;saarland-biografien.de abgerufen am 12. November 2015.
  45. Charles Mullié: Biographie des célébrités militaires des armées de terre et de mer de 1789 à 1850. Paris 1852; saarland-biografien.de abgerufen am 12. November 2015.
  46. >Dictionnaire Biographique des Généraux & Amiraux Francais de la Révolution et de l’Empire 1792–1814, Bd. 1. Paris 1934;saarland-biografien.de abgerufen am 12. November 2015.
  47. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 71; Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis. Erolzheim 1960, S. 8–9.
  48. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 71–72.
  49. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung. Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 118.
  50. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung. Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 116.
  51. Es ist unklar, ob das Kunstwerk in der Barockzeit als Predella oder Antependium diente. Seine Benutzung als Predella hätte evt. die Möglichkeit der Ausstellung eines Tabernakels auf dem Hochaltar behindert.
  52. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung. Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil I, S. 54.
  53. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis. Erolzheim 1960, S. 8–9; Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 118.
  54. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 73.
  55. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 76.
  56. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 119.
  57. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 2; Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 119; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 77.
  58. Landeshauptarchiv Koblenz 442 – 6346, Blatt 51.
  59. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 84.
  60. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 85.
  61. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 2.
  62. Saarforschungsgemeinschaft (Hrsg.): Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann, 2., unveränderte Auflage, Saarbrücken 1976, S. 259; Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 11.
  63. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 85.
  64. Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland (Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde im Saarland, Bd. 40), Saarbrücken 2002. S. 328–329, 567, hier S. 328; Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 1–10.
  65. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 8–9.
  66. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 150–153.
  67. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 6–7.
  68. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 22–28.
  69. Saarlouiser Journal, Nr. 187 (1864); Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 2–3; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 95–96.
  70. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 96–97.
  71. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980; 3.
  72. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 98–99.
  73. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 97–98.
  74. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 5–6; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 96; Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 3.
  75. Rosemarie Haine-Maas: Saarlouis einst und heute, Ein Streifzug durch Saarlouis und seine Geschichte, Dillingen 1992, S. 166.
  76. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 3.
  77. Roman Fixemer: Zur Geschichte der neuen gotischen Kirche in Beckingen, Eine Aufarbeitung der handschriftlichen Aufzeichnungen der Pfarrer Franz Xaver Leidinger und Matthias Flesch über die Baugeschichte der katholischen Pfarrkirche Beckingen St. Johannes und Paulus von 1855 bis 1924, kommentiert, ergänzt und fortgeführt bis zum Jahre 2007, hrsg. von der Katholischen Kirchengemeinde Beckingen St. Johannes und Paulus, Merzig 2008, S. 27ff.
  78. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 107–108.
  79. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 5–6.
  80. Rudolf Saam: Der Baumeister Carl Friedrich Müller und seine Tätigkeit im Landkreis Saarlouis. In: Heimatkundliches Jahrbuch des Landkreises Saarlouis, Saarlouis 1981, S. 23–25, hier S. 24.
  81. Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993, S. 20.
  82. franziska-aachen.de abgerufen am 25. August 2015.
  83. Ausnahme z. B. Stummsche Kapelle in Neunkirchen (Saar)
  84. Kristine Marschall: Sakralbauwerke des Klassizismus und des Historismus im Saarland (Veröffentlichungen des Instituts für Landeskunde im Saarland, Bd. 40), Saarbrücken 2002. S. 328–329, 567, hier S. 328.
  85. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 27.
  86. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 113.
  87. Paulinus Nr. 48 (1937); Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 5–6; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 96; Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 3.
  88. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 19.
  89. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 4–16; Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 14–15.
  90. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 6.
  91. Hans-Jörg Schu: Der Große Markt in Saarlouis. Saarbrücken 1986, S. 20–21, S. 30–31.
  92. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 3.
  93. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 6.
  94. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 11.
  95. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 7–8.
  96. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 4.
  97. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 4.
  98. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 14–29; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 12–16.
  99. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 11.
  100. Hans-Jörg Schu: Chronik der Stadt Saarlouis 1679–2005. Ein chronologischer Bericht über die Entwicklung der Festungsstadt, Saarlouis 2010, S. 161–162.
  101. Ludwig Karl Balzer: Saarlouis, Das königliche Sechseck, Bau der Festungsstadt in der Zeit des Sonnenkönigs, Saarbrücken 2001, S. 347.
  102. Hans Peter Klauck, Benedikt Loew, Guy Thewes (Hrsg.): Thomas des Choisy, Ingenieur und Festungsgouverneur unter Ludwig XIV., Vereinigung für die Heimatkunde im Landkreis Saarlouis e. V., Sonderband 16, Saarlouis 2011.
  103. Benedikt Loew: Saarlouis – Eine Lebensaufgabe für Thomas des Choisy, in: Hans Peter Klauck, Benedikt Loew, Guy Thewes (Hrsg.): Thomas des Choisy, Ingenieur und Festungsgouverneur unter Ludwig XIV., Vereinigung für die Heimatkunde im Landkreis Saarlouis e. V., Sonderband 16, Saarlouis 2011, S. 147–173.
  104. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 12–18.
  105. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, S. 117.
  106. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 16.
  107. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 15–18.
  108. zitiert nach: Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 4–5.
  109. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 4.
  110. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 4.
  111. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 19–23.
  112. Hans-Jörg Schu: Chronik der Stadt Saarlouis 1679–2005. Ein chronologischer Bericht über die Entwicklung der Festungsstadt, Saarlouis 2010, S. 171.
  113. zitiert nach: Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 5.
  114. Hans-Jörg Schu: Chronik der Stadt Saarlouis 1679–2005. Ein chronologischer Bericht über die Entwicklung der Festungsstadt, Saarlouis 2010, S. 253.
  115. Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993, S. 15.
  116. Archiv des Institutes für aktuelle Kunst im Saarland, Schreiben 12.02.2001B/Bei,jaeckl12.
  117. Archiv des Institutes für aktuelle Kunst im Saarland, Schreiben 12.02.2001B/Bei,jaeckl12.
  118. Marlen Dittmann: Gottfried Böhm, Bauten und Projekte im Saarland, in: Gottfried Böhm, Künstlerlexikon Saar, Künstlerblatt Architektur, hrsg. v. Jo Enzweiler u. a., Saarbrücken 2010, S. 4–17, hier S. 9–12.
  119. http://www.saarlouis.de/freizeit_tourismus/1087.php (Memento vom 8. Januar 2011 im Internet Archive)
  120. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 23–24.
  121. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 12.
  122. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 112–113.
  123. http://www.kuenstlerlexikonsaar.de/personen-a-z/artikel/-/fontaine-victor-1/, abgerufen am 12. Mai 2016.
  124. Oranna Elisabeth Dimmig: Bestandsaufnahme Kunst im öffentlichen Raum, in: Kunst im öffentlichen Raum, Saarland, Band 3, Landkreis Saarlouis nach 1945, Aufsätze und Bestandsaufnahme, hrsg. v. Jo Enzweiler, S. 177-383, hier S. 284.
  125. Josef Quadflieg: Das Buch von den heiligen Namenspatronen, Düsseldorf 1954, S. 86.
  126. Oliver Morguet: Pfarrheim weicht Wohnungen, In: Saarbrücker Zeitung, Dillinger Zeitung, Mittwoch, 18. Mai 2016, Nr. 114, S. C 3.
  127. Artikel „Großes Kino mit langer Historie“, in: Saarlouiser Stadtmagazin XVI-Vierzehn, hrsg. von der Stadt Saarlouis, Ausgabe 1/2017, S. 38–39.
  128. Josef Mischo: Die Heilsgeschichte in Farbe. Der Fensterzyklus von Ernst Alt in der Pfarrkirche St. Ludwig Saarlouis. Dillingen/Merzig 2015, S. 150–159.
  129. Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993, S. 9–12; Signatur des Bildes der Apotheose des hl. Ludwig: „Dupuy fecit 1694“; Signatur des Bildes der Hl. Familie: „Dupuy fecit Metis 1687“.
  130. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 13.
  131. Jörg Sonnet: Spuren des Künstlers Ernst Sonnet, in: Unsere Heimat, Mitteilungsblatt des Landkreises Saarlouis für Kultur und Landschaft, 41. Jahrgang, Heft 3, 2016. S. 129–133.
  132. Institut für aktuelle Kunst im Saarland, Saarlouis, Bestand: Sonnet, Ernst, Dossier 1528.
  133. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 28.
  134. Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993, S. 9; Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 13.
  135. Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993, S. 9; Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 2, S. 12.
  136. Ein echtes Spätwerk. In: Saarbrücker Zeitung, Lokalteil Saarlouis, 19. Februar 1997; Archiv des Institutes für aktuelle Kunst im Saarland.
  137. Dieter Zell: St. Ludwig, Wegweiser und Geschichte, hrsg. von der Pfarrgemeinde St. Ludwig, Saarlouis 1990, S. 3–4.
  138. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 11.
  139. Dieter Zell: St. Ludwig, Wegweiser und Geschichte, hrsg. von der Pfarrgemeinde St. Ludwig, Saarlouis 1990, S. 10.
  140. Dieter Zell: St. Ludwig, Wegweiser und Geschichte, hrsg. von der Pfarrgemeinde St. Ludwig, o. O. 1990, S. 10–11.
  141. Alfons Thome: „Die ganze Schöpfung schreit nach Erlösung“, Gedanken zu den Kirchenfenstern von Ernst Alt in Saarlouis-St. Ludwig. In: Paulinus, 111. Jahrgang, 17. März 1985; Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 27; Josef Mischo: „Denn sehet, ich bin mit euch alle Tage“, Die Pfarrkirche St. Ludwig – Saarlouis und ihre Glasfenster von Ernst Alt, Gedanken zu einem Kunstwerk unserer Zeit. Saarlouis-Lisdorf 1993; Josef Mischo: Die Heilsgeschichte in Farbe, Der Fensterzyklus von Ernst Alt in der Pfarrkirche St. Ludwig Saarlouis, Dillingen/Merzig 2015; Martin König: Inkarnationen: Pflanzen, Tier und Mensch, Die zwei Fensterzyklen in Neunkirchen/Nahe und in Saarlouis. In: Thomas Schwarz, Armin Schmitt (Hrsg.): Mnemosyne, Der Maler und Bildhauer Ernst Alt. Blieskastel 2002, S. 59–71, hier S. 65–71.
  142. Bilderansicht: ernst-alt.info abgerufen am 21. April 2016.
  143. Josef Mischo: Die Heilsgeschichte in Farbe, Der Fensterzyklus von Ernst Alt in der Pfarrkirche St. Ludwig Saarlouis. Dillingen/Merzig 2015, 14-15 und S. 143–148.
  144. Michael Thome (Red.): Kunst im Kirchenraum Saarlouis 1100–1980, Entwicklung kirchlicher Kunst, Katalog zur Ausstellung im Städtischen Museum Saarlouis vom 18. Oktober – 9. November 1980, hrsg. von der Kreisstadt Saarlouis, o. O. 1980, S. 15–17.
  145. Schreiben vom 21. Januar 2000 von Dieter Zell an Pfarrer Heidger.
  146. Information nach Auskunft des Museumsinitiators Dieter Zell vom 28. August 2015.
  147. Dieter Zell: St. Ludwig, Wegweiser und Geschichte, hrsg. von der Pfarrgemeinde St. Ludwig, Saarlouis 1990, S. 3–4.
  148. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 16–17.
  149. Herkunftsort Frankenthals oder Zweibrücken nach: Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 16–17; Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung. Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 115–116.
  150. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 3, S. 26; Armin Lamar: Kirchenmusik in St. Ludwig Saarlouis. Die Mayer-Orgel. Abgerufen am 1. Dezember 2010.
  151. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 17 nennt als Glockengießer Nicolas Cochois und François Buret.
  152. Rosemarie Haine-Maas: Saarlouis einst und heute. Ein Streifzug durch Saarlouis und seine Geschichte. Dillingen 1992, S. 175.
  153. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung. Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil I, S. 114.
  154. Die Kunstdenkmäler der Kreise Ottweiler und Saarlouis, bearbeitet von Walter Zimmermann. 2. Auflage. Saarbrücken 1976, S. 260.
  155. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 35.
  156. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, S. 89.
  157. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 107–108.
  158. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil I, S. 121–122.
  159. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 4.
  160. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 2, S. 9.
  161. Katholisches Pfarramt St. Ludwig in Saarlouis (Hrsg.): St. Ludwig – Saarlouis, Erolzheim 1960, S. 15–25; Rosemarie Haine-Maas: Saarlouis einst und heute. Ein Streifzug durch Saarlouis und seine Geschichte, Dillingen 1992, S. 175.
  162. Vertragsabschluss am 17. Mai 1704, nach: Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Erweiterung um einen zweiten Teil durch Heinrich Unkel im Jahr 1952, Erweiterung um einen dritten Teil durch Marga Blasius im Jahr 1985, Teil 1, S. 16.
  163. Georg Baltzer: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis und deren unmittelbare Umgebung, Erster Teil: Historische Notizen über die Stadt Saarlouis, Zweiter Teil: Historische Notizen über die unmittelbare Umgebung von Saarlouis, Nachdruck der Ausgabe von 1865, Dillingen/Saar 1979, Teil 1, S. 115.
  164. Severin Delges: Geschichte der katholischen Pfarrei St. Ludwig in Saarlouis. Saarlouis-Lisdorf 1931, Teil 1, S. 159–161; Teil II, S. 1; Teil 3, S. 29.

Koordinaten: 49° 18′ 57,8″ N, 6° 45′ 5,4″ O

 


Dieser Text stammt aus der Wikipedia. Bitte bearbeiten Sie ihn dort, damit die Änderungen allen zu Gute kommen. Danke.

Zum Bearbeiten öffnen | Versionsgeschichte des Artikels | Lizenzbestimmungen der Wikipedia

 

 

 

   
     
     
Hinweis:  
Bildmaterial aus der Zeit des 3. Reiches: Wir versicheren, dass die von uns angebotenen zeitgeschichtlichen Photographien und Texte aus der Zeit von 1933 bis 1945 nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger und verfassungsfeindlicher Bestrebungen, der wissenschaftlichen und kunsthistorischen Forschung, der Aufklärung oder Berichterstattung über die Vorgänge des Zeitgeschehens angeboten werden, gem. Paragraph 86 und 86a StGB.
     
     
Besuchen Sie auch:  

Heimatforschung Roden auf heimatforschung.rodena.de

Heimatkunde Roden - Bereich Biologie auf heimatkunde.rodena.de

Saarlautern 2 - das Spezialportal im Bereich historische Heimatkunde Roden auf saarlautern2.rodena.de

RODENA Ferienkurse in Roden

     
Partnersite(s)   museum. academia wadegotia
     
     
Statistik   16614305 Seitenaufrufe seit dem seit dem 6. Mai 2011
     
    Bitte beachten Sie, dass alle Texte unter der erweiterten AWDL publiziert wurden. Sobald Texte aus der Wikipedia stammen, können diese und ggf. dort eingebettete Bilder der GNU oder sonstiger Lizenzen unterliegen. Vor einer Übernahme resp. beim Zitieren empfiehlt sich eine genaue Prüfung.
     

 

 

 

 

 

 

Dieses Subportal ist Teil der Rodena ePapers. Es gelten sowohl das dortige Impressum, wie auch der Datenschutz.